Einsätze im Wandel der Zeit

Historische Brände, Rettungen und Hilfeleistungen – die Einsatzgeschichte der Feuerwehr Neuss in acht Epochen.

Epochen entdecken 881⁠–⁠1980 · Chronik der Feuerwehr Neuss

Bis 1880Vor der Gründung15 Einträge

881

November 881
Zerstörung von Neuss durch Normannen

Bei den Normannenzügen wurde Neuss, damals Niusa, gebrandschatzt. Eine organisierte Feuerwehr bestand zu dieser Zeit noch nicht.

Um 1200

Um 1200
Brand am Quirinusstift

Die Überlieferung des Quirinusstifts deutet auf einen Brand um das Jahr 1200 hin.

Vor oder um 1348

Vor oder um 1348, ungesichert
Möglicher Brand im Bereich der Brandgasse

Die erstmals 1348 erwähnte Gebrandtgasse könnte auf einen früheren Brand zwischen Hamtor und Niederstraße zurückgehen. Ein solches Ereignis ist jedoch nicht gesichert.

1474

Brände während der burgundischen Belagerung

Brandpfeile entzündeten Häuser an Rhein- und Niederstraße sowie am Hamtor. Nach dem Alarm vom Münsterturm löschten vor allem Frauen und die verfügbaren Männer die Brände bis zum späten Abend.

1496

1496
Blitzschlag in das Quirinusmünster

Turmspitze und Dächer gerieten durch einen Blitzschlag in Brand.

1573

1573
Brand zwischen Oberstraße, Markt und Brückstraße

Ein Brand zerstörte ein Stadtviertel zwischen Oberstraße, Markt und Brückstraße.

1586

26. Juli 1586 und Folgetage
Großer Stadtbrand bei der Eroberung von Neuss

Ein am Rheintor entstandener Brand breitete sich über weite Teile der Stadt aus. Zeitgenössische Berichte schildern blockierte Brunnen und fehlendes Löschgerät. Von rund 800 Häusern sollen 118 verschont geblieben sein.

Vor 1686

Vor Januar 1686
Schwere Brände durch ungereinigte Schornsteine

Der Rat führte größere Feuersbrünste und erhebliche Schäden auf nicht gereinigte Kamine zurück. Einzelereignisse werden nicht aufgeschlüsselt.

1741

Blitzbedingter Brand des Quirinusmünsters

Das Münster verlor durch den Brand Turmspitzen, Dächer und Vierungstürme.

Vor oder um 1820

Vor oder um 1820
Brandbekämpfung durch die Bürgerschaft

Bürgermeister Momm verwies auf einen zurückliegenden Brand, bei dem die Bürger nach seiner Einschätzung freiwillig und erfolgreich geholfen hatten.

1827

1827
Größerer Brand auf der Niederstraße

Landrat von Bolschwing beobachtete ungeordnete Wasserketten und Spritzenbedienung. Der Einsatz gab einen Anstoß zur späteren Feuerlöschordnung von 1829.

1853

Sommer 1853
Brand im alten Alexianerkloster

Ein Großbrand betraf das alte Alexianerkloster in der Brückstraße.

Sommer 1853
Brand der Ölmühle Heinrich Thywissen

Die Ölmühle brannte vollständig nieder.

1869

Vor oder im Mai 1869
Brand der Dampfmehlmühle Nix & Co.

Bei einem Brand der Dampfmehlmühle an der Königstraße beteiligte sich Kaplan Engelbert Schumacher an den Löscharbeiten. Ein Zeitungsbericht vom Mai 1869 überliefert das Ereignis; der genaue Brandtag ist nicht bekannt.

Brand des Reistorff-Anwesens

Wohnhaus, Scheunen und Stallungen an Oberstraße und Rottelsgasse brannten. Eine kurz zuvor gebildete freiwillige Feuerwehr griff ein. Wertsachen und der größte Teil des Viehs wurden gerettet; etwa 40 Schafe starben. Ein Nachbarhaus wurde ebenfalls beschädigt.

1881–1913Gründungszeit und Industrialisierung51 Einträge

1881

Erster Einsatz der neu gegründeten Feuerwehr

Am Nachmittag brannte die Kunstwollfabrik N. Ulmer vor dem Obertor. Die Feuerwehr begrenzte den Brand auf seinen Entstehungsbereich.

1881–1885

1881–1885, genauer Zeitpunkt offen
Werkstattbrand beim Bürstenmacher Zimmermann

In der Werkstatt an der Michaelstraße brach ein Feuer aus. Der Brand verlief glimpflich.

1881–1885, genauer Zeitpunkt offen
Werkstattbrand beim Kupferschläger Cillis

Ein Brand in der Werkstatt auf dem Büchel verlief glimpflich.

1881–1885, genauer Zeitpunkt offen
Brand bei Gervers auf dem Büchel

In dem Komplex aus Malzfabrik, Gerstenhandlung und Heulager erschwerte die enge Bebauung die Löscharbeiten. Die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung und sicherte Malzvorräte.

1882

Hofbrand Bellen in der Nixhütte

Scheune und Stallungen mit Ernte und Großvieh brannten nieder. Die Feuerwehr rettete das Wohnhaus. Der Schaden wurde mit rund 20.000 Mark angegeben.

1883

März 1883
Kellerbrand in der Einhorn-Apotheke

Brennende Streichhölzer entzündeten mit Tran getränkte Lappen. Drei Feuerwehrmänner ließen sich angeleint in den Keller hinab, brachten Spiritus und Benzin heraus und löschten den Tranbrand.

26. Dezember 1883 · StephanustagDer Kalendertag ist aus dem genannten Stephanustag und dem Erzählzusammenhang erschlossen.
Scheunenbrand auf dem Kallenhof

Die mit Frucht gefüllten Scheunen auf der Bauerbahn brannten. Die verspätet alarmierte Wehr erreichte den Hof erst nach weiter Anfahrt. Stallungen und Wohnhaus blieben erhalten.

Um 1883

Zeitpunkt offen, im Abschnitt zu 1883
Brand auf dem benachbarten Kallen-Hof

Das von der Witwe Heinrich Junkers bewirtschaftete Nachbargehöft brannte vollständig nieder. Der Zeitpunkt ist nicht genau überliefert; eine Gleichsetzung mit dem Kallenhofbrand vom 26. Dezember 1883 ist nicht gesichert.

1885

Brand der Dampfmehlmühle Wilhelm Werhahn

46 Feuerwehrmänner gingen an Krefelder und Königstraße gegen den Brand vor. Der Mittelbau brannte aus, wesentliche Teile der Mühle konnten gerettet werden.

1886

Hilfeersuchen aus Grevenbroich: Postgebäude

Die Feuerwehr bereitete 15 Mann und einen Pferdeomnibus für die überörtliche Hilfe vor. Ein zweites Telegramm meldete das Feuer rechtzeitig als gelöscht.

Wenige Tage nach dem 23. Mai 1886
Stallbrand zwischen Zoll- und Klarissenstraße

Kinder hatten mit Streichhölzern gespielt. Der Stall ging verloren; die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung in dem dicht bewohnten Altstadtbereich.

Juni 1886
Brand der Dampfmehlmühle Jakob Tosetti

Das Obergeschoss der Mühle an der Oberstraße brannte aus. Der Schaden wurde mit etwa 25.000 Mark beziffert.

1888

Letzte Februarnacht 1888
Großbrand der Ölmühle Thomas & Vethen

Mühle und Lager vor dem Rheintor brannten vollständig. Vereiste Hydranten und gefrierende Schläuche erschwerten den Einsatz. Wohnhaus und benachbarte Papierfabrik wurden geschützt. Vorbeifahrende Züge zwangen zum Unterbrechen der Schlauchleitungen.

Schützenfestdienstag 1888
Zwei Häuser auf dem Büchel in Flammen

Während des abendlichen Festzuges brannten zwei Häuser gleichzeitig. Der Einsatz dauerte die ganze Nacht.

1890

1890
Großbrand im früheren Alexianerkloster

Das spätere Annastift an der Brückstraße brannte in ganzer Ausdehnung. Als wahrscheinliche Ursache wurden Dacharbeiten genannt.

1891

1891
Lagerhausbrand Gummersbach am Hamtorwall

Lagerhaus und Lagergut wurden zerstört. Der Schaden wurde auf etwa 80.000 bis 100.000 Mark beziffert.

1891
Brand auf Gut Eppinghoven

Stallungen und Scheunen brannten. Die Neusser Hilfe musste Wasser mit dem schwer zu transportierenden Zubringer aus der Erft fördern.

1891
Brand der Dampfbrauerei und Eisfabrik Schmitz

Der Betrieb mit Restauration auf der Oberstraße wurde nachts von einem Brand betroffen.

1891
Brand im Sägewerk Werhahn

Das Sägewerk an der Düsseldorfer Straße wurde vernichtet. Der größte Teil des umfangreichen Holzlagers blieb erhalten.

1891
Brand im Marienbildchen auf der Niederstraße

Bei der Witwe Esser brannten Scheune, Stallungen und der gesamte Fruchtvorrat.

1893

Januar 1893
Brand der Lohgerberei und Lederfabrik Kaumanns

Bei minus 18 Grad brannte die Fabrik nahe dem Obertor nieder. Nur das Wohnhaus wurde gerettet.

Mai 1893
Brand der Kunstwollfabrik Michels & Co.

Ein nächtlicher Brand zerstörte große Teile der Fabrik an der Kölner Straße. Zwei Feuerwehrmänner gerieten durch erneutes Aufflammen in Lebensgefahr. Einer rettete sich am Blitzableiter vom Dach.

Juli 1893
Lagerbrand in der Ölmühle C. Thywissen

Ölkuchen und Fässer im Bereich der ehemaligen Eisengießerei an der Hessenstraße brannten. Mit begrenztem Wassereinsatz wurde ein Übergreifen auf das Saatlager verhindert.

Am selben Julitag 1893
Hofbrand bei Ortsvorsteher Meese

Kurz nach dem Einsatz bei Thywissen wurde die Wehr nach Grimlinghausen gerufen. Bei ihrem Eintreffen war der Hof bereits weitgehend abgebrannt.

Nikolausabend 1893
Brand in der Drogerie Moubis

Feuerwerkskörper, Papier und Drogeriewaren brannten im Lager an der Oberstraße. Dichter, belastender Rauch erschwerte den Einsatz ohne damaligen Atemschutz.

1893
Rettung bei Franke-Müller

Über einem brennenden Ladenlokal an der Oberstraße rettete die Feuerwehr eine Wöchnerin und drei Kinder aus den Schlafräumen.

1895

1895
Tödlicher Kleiderbrand bei Familie Urbach

Ein Dienstmädchen geriet in einer Waschküche mit seiner Kleidung in Brand. Es starb später im Krankenhaus.

1896

1896
Brand in der Krawattenfabrik Peter Kamper

Eine Stellage im Lager brannte. Der überwiegende Einsatz eines Kleinlöschgeräts begrenzte Wasserschäden an den Seidenstoffen.

Tödlicher Unfall am Steigerturm

Der Anstreichermeister stürzte vom zweiten Stock des Steigerturms und starb am folgenden Tag.

1898

Anfang Januar 1898
Explosion und Brand in der Maschinenfabrik Grevenbroich

Für die Neusser Wehr wurde ein Sonderzug bereitgestellt. Sie wurde bereits in Holzheim zurückgerufen, weil ihre Hilfe nicht mehr erforderlich war.

Brandbeginn: gegen 18:30 UhrAnkunft eines Düsseldorfer Löschzugs: gegen 20:30 UhrAnkunft der Düsseldorfer Dampfspritze: gegen 22:00 UhrAbrücken der Düsseldorfer Feuerwehr: gegen 02:00 Uhr am FolgetagLöscharbeiten: bis 03:00 Uhr am Folgetag
Uhrzeiten nach dem im Buch abgedruckten Zeitungsbericht; das Buch enthält abweichende Angaben zum Ende der akuten Gefahr.
Großbrand im Geschäftshaus Rudolf van Endert

Ein Funke beim Anzünden der Gasbeleuchtung entzündete die Schaufensterauslage am Markt. Die Wehr schützte Rathaus und Nachbarhäuser. Düsseldorfer Kräfte unterstützten. Nachlöscharbeiten und Brandwachen zogen sich über Tage hin.

1899

Brand der Walzenmühle Linden-Bloser

Die Mühle an Rhein- und Rheinwallstraße brannte vollständig nieder. Die Feuerwehr konzentrierte sich auf Speicher und Nachbarhäuser.

Sechs Tage nach dem 18. April 1899
Erneuter Brand im Kesselhaus der Mühle Linden-Bloser

Nach dem ersten Mühlenbrand brannte nachts auch das Kesselhaus nieder.

1900

Nacht vom 18. auf den 19. Juni 1900
Erste Flammen: gegen 01:45 UhrAnkunft der Düsseldorfer Dampfspritze: nach 06:00 Uhr
Mühlenbrand und brennendes Obertor

Zwei Ölmühlen Kallens, die Mehlmühle Müller & Inhoffen und die Dächer des Obertors brannten. Die Wehr rettete angrenzende Gebäude und begrenzte die Ausbreitung mit Unterstützung der Turbinenpumpe der Linden-Mühle. Bürger bargen Museumssammlungen.

1901

Magazinbrand bei Flemming

Fettrückstände entzündeten sich bei großer Hitze selbst und zerstörten das Magazin der Seifen- und Stearinfabrik an Mühlenstraße und Windmühlengasse.

Nacht vom 22. auf den 23. Juli 1901
Speicherbrand der Ölmühle C. Thywissen

Das Feuer zwischen Mühlen- und Oberstraße bedrohte Fabrik und Wohnhäuser. Speichermauern stürzten ein; Ölverladestelle und Kontor wurden zerstört.

Brand der städtischen Tonhalle

Die als Notlager für Saat und Erdnüsse genutzte Holzhalle am Wasserturm brannte nieder. Benachbarte Häuser wurden ebenfalls von den Flammen erfasst.

1902

Eisenbahnunglück am Neusser Bahnhof

Ein Personenvorzug kollidierte mit einem Güterzug. Acht Personenwagen entgleisten und stürzten um. Ein Mensch starb, zehn wurden schwer und 50 leicht verletzt. Die Feuerwehr barg Verletzte und half beim Freimachen des Bahnkörpers.

1905

September 1905
Brand der Walzenmehlmühle N. Simons

Der rückwärtige Mühlenteil an der Friedrichstraße stürzte ein. Der Schaden wurde mit etwa 400.000 Mark angegeben.

Oktober 1905
Erneuter Brand der Ölmühle P. W. Kallen

Die Wehr rettete Nebengebäude mit Vorräten sowie Kessel- und Maschinenhaus am Obertor.

Dezember 1905
Speicherbrand der Ölmühle N. Simons Söhne

Die Speicher an der Hochstraße brannten. Die Feuerwehr erhielt die Betriebsfähigkeit der Produktionsanlagen.

1906

1906
Brand der Papier- und Pappenfabrik Grimlinghausen

Die Fabrik wurde in erheblichem Umfang zerstört.

1906
Lagerhausbrand in den Erprather Mühlen

Bei Julius Gottschalk verbrannten mit dem Lagerhaus 15.000 Sack Weizen.

1907

Nacht zum 10. Juni 1907
Papierlagerbrand der Rheinischen Papierfabrik

Beim ersten Einsatz der eigenen Dampfspritze wurden 16 Schlauchleitungen eingesetzt. Wesentliche Werksteile an der Düsseldorfer Straße konnten gerettet werden. Der Schaden wurde auf rund 600.000 Mark beziffert.

1908

1908
Großfeuer in einer Heerdter Lederfabrik

Die Neusser Wehr unterstützte bei dem Großbrand. Weitere Einsatzdetails fehlen.

1909

Mai 1909
Großbrand bei Müller & Inhoffen am Hafen

Auf etwa 4.000 Quadratmetern brannte das Werk. 16 Leitungen aus Dampfspritze, Hafendampfer und Hydranten schützten auch die benachbarten Mühlen.

Etwa vier Wochen nach dem Maibrand 1909
Holzlagerbrand an der Düsseldorfer Straße

Ein rund 8.000 Quadratmeter großes Holzlager brannte und gefährdete Petroleumtanks sowie Wohnhäuser. Neusser und Heerdter Kräfte setzten auch Löschboot und eine auf einem Floß betriebene Spritze ein.

1910

Juni 1910
Säurekesselexplosion bei Wülfing, Dahl & Cie.

Im Hammfeld explodierte ein Kessel. Vier Arbeiter wurden schwer verletzt, einer starb. Neusser und Grimlinghausener Kräfte bekämpften den Hallenbrand und leisteten Hilfe.

1911

1911
Waldbrand zwischen Grimlinghausen und Uedesheim

Etwa zehn Morgen Wald brannten. Neusser, Grimlinghausener und Uedesheimer Kräfte sowie eine Schulklasse halfen bei der Bekämpfung.

1912

Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1912
Großbrand der Flemmingschen Stearinfabrik

Große Fett- und Ölvorräte brannten. Nachbarhäuser mussten geräumt werden. Die Stearinfabrik stürzte ein; die Seifenfabrik und weitere Bebauung wurden geschützt.

Vor oder um 1913

Vor oder um 1913, genauer Zeitpunkt offen
Von Anwohnern gelöschter Brand auf der Furth

Die Neusser Wehr brauchte nicht einzugreifen, weil Anwohner den Brand bereits mit der Weißenberger Feuerspritze gelöscht hatten.

1914–1918Erster Weltkrieg14 Einträge

1914

Brandentdeckung: gegen 06:15 UhrAbrücken der Düsseldorfer Kräfte: gegen 10:00 Uhr
Brand des Westturms im Quirinusmünster

Gegen 06:15 Uhr wurde Rauch bemerkt. Die Neusser Dampfspritze war wegen Revision außer Betrieb. Hafendampfer und Düsseldorfer Großgerät halfen, das Langhaus zu schützen. Turmhelm, Glockenstuhl und Glocken gingen verloren.

1915

1915
Großfeuer auf dem Steinshof

Auf dem Steinshof in Löveling brach ein Großfeuer aus.

1915
Großfeuer auf dem Bejahringerhof

Der Hof in Grefrath wurde von einem Großfeuer betroffen.

1915
Großfeuer in einer Heerdter Werft

Die Neusser Feuerwehr wurde bei einem größeren Brand in einer Heerdter Werft eingesetzt.

1915
Brand im Sägewerk W. Werhahn

Das Sägewerk an der Düsseldorfer Straße wurde erneut von einem Großfeuer betroffen.

1915
Brand der Rheinischen Lederfabrik Kaumanns

Die Fabrik am Obertor wurde erneut von einem Großfeuer betroffen.

1916

Juni 1916
Explosion der Chemischen Fabrik Wülfing, Dahl & Cie.

Eine gewaltige nächtliche Explosion im Hammfeld richtete schwere Schäden an. Eine Landsturmkompanie sperrte das Gelände.

Um 1916

Im Kontext von 1916
Brand der Futtermittelmühle Wulff & Cott

Ein Teil der Mühle an der Rheinstraße brannte. Funken gefährdeten Nachbargebäude, Güterwagen und Schiffe. Militärische Löschmannschaften unterstützten.

1917

1917, zweimal
Zwei Brände der Pappenfabrik Klein & Co.

Die Fabrik in Grimlinghausen brannte zweimal. Der Lagerbestand wurde vernichtet.

Bombentreffer am St. Josefkloster

Eine Bombe traf das Kirchendach. Nach der Klosterchronik blieben die Sachschäden gering.

Kallenhofbrand mit tödlichem Dienstunfall

Beim Brand auf der Bauerbahn traf eine herabstürzende Kaminabdeckung den Feuerwehrmann Fritz Waiss schwer am Kopf. Er starb am 08.10.1917 im Krankenhaus.

1917
Großfeuer in der Chemischen Fabrik Dr. Kurt Albert

Der für die Kriegswirtschaft arbeitende Betrieb im Hammfeld erlitt schwere Schäden.

1917–1918

November 1917 bis November 1918
Weitere Fliegeralarme im Ersten Weltkrieg

Nach dem Angriff vom Juli 1917 folgten 16 weitere Fliegeralarme: einer Anfang November 1917 und die übrigen im Jahr 1918.

1918

Letzter feindlicher Überflug des Ersten Weltkrieges

Ein Flugzeug überflog Neuss; Bomben wurden nicht mehr abgeworfen.

1919–1938Zwischenkriegszeit32 Einträge

1920

15. Januar bis 23. Februar 1920Zum Beginn weichen Text und Bildunterschrift ab: Nacht des 15. Januar beziehungsweise Nacht zum 16. Januar 1920.
Dammbruch und Überflutung des Hammfeldes

Nach dem Bruch des Nordkanaldamms wurden Menschen mit Booten aus Häusern gerettet. Etwa 70 Familien mit rund 300 Personen waren betroffen. 45 Feuerwehrmänner leisteten fast 2.400 Einsatzstunden und pumpten später Keller aus.

Anfang Februar 1920
Großfeuer in der Schokoladenfabrik Feldhaus

Der Brand fiel in den laufenden Hochwassereinsatz und band zusätzliche Kräfte.

1922

Nacht vom 8. auf den 9. Januar 1922
Großbrand bei Heinrich Goder

Die Papierwarenfabrik und Buchdruckerei an der Krefelder Straße brannte.

1923

1923, genauer Zeitpunkt offen
Güterzugunfall an der Jülicher Landstraße

Ein mit zwei Lokomotiven bespannter Güterzug fuhr auf ein totes Gleis, überfuhr den Prellbock und geriet in den Bahndamm.

1923, genauer Zeitpunkt offen
Zusammenstoß von Kohlenzügen

Auf der Düsseldorfer Strecke stießen Kohlenzüge zusammen.

1923, genauer Zeitpunkt offen
Brand des Befehlsstellwerks im Güterbahnhof

Das große Stellwerk brannte nieder.

Mitte Oktober bis Mitte November 1923
Schutz- und Abwehrdienst während der Separatistenkrise

Die Feuerwehr stellte am Rathaus und an Hydranten ständig besetzte Bereitschaften. Beschädigtes Schlauchmaterial musste anschließend ersetzt werden.

1924

Erstes Autounglück in der Feuerwehrstatistik

Ein Unfall auf der Kölner beziehungsweise Kölner Landstraße ging als erstes Autounglück in die Feuerwehrstatistik ein.

August und September 1924
Zwei weitere Autounfälle

Zwei weitere Unfälle ereigneten sich im Bereich der Kölner beziehungsweise Kölner Landstraße.

22. August 1924 und Folgetage
Großbrand der Neusser Dampfmühlen AG

Der mehrgeschossige Komplex an Brück- und Hessenstraße brannte. Neusser und Düsseldorfer Kräfte setzten vier Motorspritzen und 27 Strahlrohre ein und schützten Nachbarschaft und Kirmesplatz. Die Mühle wurde nicht wieder in Betrieb genommen.

Anfang November 1924
Überflutung bis zum Obertor

Erft und Nordkanal überfluteten Straßen, Keller und Betriebe im Süden und Hafengebiet. Häuser waren teils nur über Stege oder Boote erreichbar.

1925

Dezember 1925
Brand bei der Holzbau AG

Großbrand an der Hammer Landstraße.

1925–1926

Weihnachten 1925 bis Anfang Januar 1926
Jahrhunderthochwasser mit Dammbrüchen

Das Hammfeld wurde in der Silvesternacht geräumt. Am Neujahrsabend brach der Schutzdamm bei Feldhaus; weitere Wassermassen kamen über die Hammer Landstraße und aus dem Hafen. Die Feuerwehr leistete Rettungs- und Sicherungshilfe.

1926

Dezember 1926
Brand der Nudel- und Teigwarenfabrik P. J. Schram

Die Feuerwehr musste bei dem Großbrand zusätzlich Düsseldorfer Hilfe hinzuziehen.

1927

Brand der Ölmühle P. W. Kallen

Ein Großfeuer betraf die Ölmühle am Neujahrstag.

August 1927
Hofbrand auf dem Steinshof

Bei Blumges auf dem Steinshof in Löveling brannte es erneut.

1928

Februar 1928
Brand der Ölmühle C. Thywissen

Der Betrieb konnte erst nach nahezu einem Jahr wieder die volle Produktion aufnehmen.

Oktober 1928
Dachbrand im Alexianerkloster und Krankenhaus

Das Dachgeschoss mit 35 Schlafräumen wurde zerstört. Zahlreiche Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Alarmierung erfolgte verspätet; fehlende Hydranten und ein nicht unterteilter Dachraum erschwerten die Bekämpfung.

1929

1929
Großfeuer in der Mineralmühle Zoppenbroich

Der Brand der Mineralmühle Zoppenbroich gehörte zu den größeren Einsätzen des Jahres.

1929
Langanhaltender Brand der Papierfabrik Fedor Schön

25 Feuerwehrmänner kamen auf fast 750 Einsatzstunden. Die Düsseldorfer Wehr leistete zusätzliche Löschhilfe.

Kirchenbrand St. Stephanus in Elsen

Dach und Dachstuhl standen in Flammen; der Glockenstuhl hatte Feuer gefangen. Die Neusser Wehr rettete Turm und vier Glocken.

1931

Während des Jubiläumsfestes 1931
Brand während des Jubiläumsfestes

Ein Brand wurde während des Festabends gelöscht, ohne dass die Festgäste ihn bemerkten.

Dezember 1931
Brand in der Dormagener Zuckerfabrik

40.000 Zentner Rübenschnitzel bildeten einen schwer zu löschenden Brandherd. Neusser, Dormagener und Kölner Kräfte arbeiteten bei starker Kälte über Tage.

1933

Sommer 1933
Brand in der Papierfabrik Fedor Schön

Zusätzlich auftauchende, nicht ausgerüstete Parteiformationen und Arbeitsdienstleute veranlassten die Feuerwehrführung zu einer Warnung vor unkontrollierter Mithilfe.

1936

Verheerender Sturm auf der Furth

Kurz nach Mittag wurden rund 200 Wohnhäuser und mehrere Werkshallen beschädigt. Ein Lehrling starb, weitere Menschen wurden verletzt. Die Feuerwehr barg Menschen und Tiere, sicherte Leitungen und Mauern und räumte Straßen.

1936
Großbrand der Papier- und Pergamentfabrik

In der Rheintorstraße waren 30 Schlauchleitungen und zwei zusätzliche Düsseldorfer Löschzüge erforderlich.

1937

1937
Explosion in einem chemischen Werk im Hammfeld

Ein durch eine Explosion ausgelöster Brand tötete den Betriebsinhaber. Sein Leichnam wurde später aus dem Schutt geborgen.

1937–1938

Im Abschnitt zu 1937/38, genauer Zeitpunkt offen
Altpapierlagerbrand bei Fedor Schön

Das gesamte Altpapierlager brannte. Dichter Rauch zwang zum Einsatz von Gasmasken und Sauerstoffgeräten.

1938

Februar 1938
Verschüttete Arbeiter in Reuschenberg

Ein tiefer Kanalisationsschacht brach ein. Feuerwehr und städtische Baukolonne bargen zwei verschüttete Arbeiter nach fast vier Stunden.

Juni 1938
Brand der Glüherei Schmolz & Bickenbach

Ein Brand im Betrieb band die Feuerwehr in einer Folge schwerer Tag- und Nachteinsätze.

Juni 1938, kurz danach
Brand im Schraubenwerk Fissené & Co.

Leimkocherei und Lagerkeller standen in Flammen.

Juli 1938
Großbrand im Balatum-Werk

Ein verheerender Brand gefährdete die Umgebung. Die Neusser Wehr forderte Düsseldorfer Nachbarhilfe an.

1939–1945Zweiter Weltkrieg96 Einträge

1940

Erste Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges

Bomben trafen ein Haus an der Erftstraße, das Autohaus Kluth am Hamtor und das Notburgahaus an der Preußenstraße.

Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1940
Großbrände im Hafen- und Industriegebiet

Bomben trafen Hafen- und Gleisanlagen, die Werke Brand, IHC, Alexander Müller und Müller & Inhoffen sowie Werhahn und Zietzschmann. Ein Löschboot rettete Schiffsbesatzungen mit Angehörigen. Düsseldorfer und Hildener Kräfte unterstützten tagelang.

Nacht vom 14. auf den 15. Juni 1940
Erneuter Luftangriff auf Bahn, Betriebe und Wohnhäuser

Bahnhof, Schlachthof, Tanks, IHC-Bindegarnfabrik, Brand und die Schram-Fabrik in der Brandgasse wurden getroffen. Nachbarhäuser gerieten in Brand. Das Kühlhaus mit 240 Schweinen wurde geschützt. Weitere Angriffe erschwerten die Löscharbeiten.

Großfeuer in der Kerzenfabrik Overbeck & Sohn

Die Kerzenfabrik an der Oberstraße wurde von einem Großbrand betroffen.

Sturmschäden

Die Feuerwehr beseitigte Sturmschäden.

Ende November 1940
Zugentgleisung nach Bombentreffer

Eine Bombe beschädigte die Kölner Bahnstrecke unmittelbar vor einem Urlauberzug. Lokomotive und ein Wagen stürzten den Bahndamm hinunter. Fünf Menschen wurden leicht verletzt.

Großfeuer im Erftwerk Grevenbroich

Nachbarliche Löschhilfe beim Großbrand des Erftwerks.

Großfeuer in Zons

Die Neusser Wehr unterstützte bei einem Großbrand in Zons.

1941

20. bis 23. Januar 1941
Hochwasserhilfe im Umland

Unterstützung in Kapellen, Grefrath, Lanzerath und Gierath.

Lagerbrand Cores an der Königstraße

Bei Cores an der Königstraße brannte ein Lager.

Großfeuer in Ramrath

Nachbarliche Löschhilfe in Ramrath.

Löschhilfe im Düsseldorfer Hafen

Auswärtiger Luftkriegseinsatz bei einem Großfeuer im Hafen.

Elevator-Explosion in der Chemischen Fabrik Niederrhein

Einsatz nach einer Explosion in der Förderanlage des Betriebs.

Magazinbrand bei Blichert & Co.

Brand eines Magazins des Betriebs.

Bombenschaden am Gehöft Derendorf

Das Gehöft im Hammfeld wurde teilweise zerstört.

Nacht vom 7. auf den 8. Juli 1941
Bombentreffer in Geulen- und Steinhausstraße

Wohnhäuser in beiden Straßen wurden getroffen.

Raffineriebrand bei Alf. van Endert

Brand im Betrieb an der Breite Straße.

Bombentreffer auf der Gladbacher Straße

Bomben verursachten Schäden an der Gladbacher Straße.

Lagerbrand im Balatum-Werk

Ein Lager im Werk am Floßhafen brannte.

Brand am Turbinenhaus der Papier- und Pappenfabrik

An der Papier- und Pappenfabrik geriet das Turbinenhaus in Brand.

Lagerbrand der Lackfabrik Gebr. Thywissen

Brand des betrieblichen Lagers.

Militärbarackenbrand auf Lauvenburg

Löschhilfe auf der Lauvenburg in Kaarst.

1941, ohne Tagesdatum
Weitere Brandbombentreffer

Weitere Brandbombentreffer betrafen die Viersener Straße, Berghäuschen, die Frauenschule Selikum, den Pfauenhof und den Floßhafen.

1942

Januar bis März 1942
Winterliche Brände und technische Hilfe

Zahlreiche Kamin- und Zimmerbrände, Wasserrohrbrüche sowie das Räumen von Eis- und Schneelasten auf Dächern.

Großfeuer in der Chemischen Fabrik Niederrhein

In der Chemischen Fabrik Niederrhein brach ein Großfeuer aus.

Familie aus abgetriebenem Bootshaus gerettet

Eine Familie wurde von einem nachts abgetriebenen Bootshaus gerettet.

Flugzeugabsturz auf eine IHC-Halle

Ein Flugzeug stürzte auf eine Halle der International Harvester Company.

Brandbomben auf Gut Hellenbroich

Das Gut wurde von Brandbomben getroffen.

Hofbrand an der Kaarster Brücke

Nachbarliche Löschhilfe bei einem Hofbrand.

Flugzeugabsturz und Bombenbrände im Stadtgebiet

Ein Flugzeug stürzte an der Stephanstraße ab. Bomben verursachten zudem Schäden an Zeppelin-, Rheydter, Gladbacher, Venloer und Kaarster Straße sowie in Reuschenberg. Ein getroffener Flakmunitionsbunker an der Viersener Straße explodierte.

Flugzeugabsturz an der Marienstraße

Ein Flugzeug streifte den Flakstand am Bahnbetriebswerk und entzündete ihn durch auslaufenden Kraftstoff. Danach traf es das Lager Kabza und setzte das Holzlager Lambertz in Brand. Munition detonierte; Feuerwehrkräfte blieben unverletzt.

Löschhilfe in Holzheim-Löveling

Fünf Anwesen gerieten durch Brandbomben in Brand.

Erster Großangriff auf Neuss

Ausgedehnte Wohnungs- und Betriebsbrände betrafen unter anderem Marienkirche, Büchel, Niederstraße, Glockhammer, Münsterstraße, Quirinusstraße, Spulgasse, Büttger und Breite Straße, Kanalstraße, Tückingstraße und Nordstadt. Das Invalidenhaus und das Lagerhaus an der Batteriestraße brannten aus. Bei dem Angriff kamen 34 Menschen ums Leben, 17 wurden verletzt.

Schiffsbrand bei der Kiesbaggerei Stüttgen

Nachbarliche Löschhilfe bei einem Schiffsbrand.

Flugzeugabsturz am Scheibendamm

Einsatz nach dem Absturz eines Flugzeugs.

Großfeuer in der Nievenheimer Zinkhütte

Nachbarliche Löschhilfe bei dem Hüttenbrand.

Bombenschäden gegenüber der Hauptfeuerwache

Häuser an der Michaelstraße wurden zerstört, die Hauptwache schwer beschädigt. Auch Herz-Jesu-Krankenhaus und Rathaus wurden getroffen.

Zweiter Großangriff: mehr als 100 Brandherde

19 Großfeuer betrafen unter anderem Wehrbezirkskommando, Papierfabrik Goder, Möbelhaus Krückels, Tapeten-Wolff, Betriebe an der Kapitelstraße, RWE, Balatum, Marienberg, Cretschmar, Müller & Inhoffen, Werhahn, Gasometer, Leuchtenberg und Alexianerkloster sowie Höfe in Grimlinghausen und Uedesheim. Nachbar- und Werkfeuerwehren halfen. Bei dem Angriff kamen zehn Menschen ums Leben, 62 wurden verletzt.

Großfeuer im Kriegsgefangenenlager Ost der IHC

Brand des Lagers an der Danziger Straße.

Hausbrände nach Brandbombenabwurf

Brandstellen am Markt sowie an Thywissen-, Ridder- und Parkstraße.

1943

Großfeuer in der Ölmühle P. W. Kallen

In der Ölmühle P. W. Kallen brach am Neujahrstag ein Großfeuer aus.

Hausbrände an der Bergheimer Straße

Wohnhäuser wurden durch Brandbomben in Brand gesetzt.

Hilfe am Hof Elvekum nach Luftangriff

Die Neusser Feuerwehr leistete am Hof Elvekum auswärtige Hilfe nach einem Luftangriff.

Großfeuer auf Schweimanns Hof

Auf Schweimanns Hof brach ein Großfeuer aus.

Bombenbrände an Rathaus, Markt und weiteren Objekten

Betroffen waren Rathaus, Rudolf van Endert, Zeughaus mit Städtebund-Theater, Viehhof, Teigwarenfabrik Schram an der Hansastraße und Freithof.

Sperrballons eingeholt

Die Wehr holte Ballons am Stadtgarten und am Konvikt ein.

Wohnungsbrände und Großfeuer bei Boetticher & Co.

Brandbomben trafen Schiller-, Uhland-, Dreikönigen- und Bergheimer Straße. In der Firma Boetticher & Co. an der Uhlandstraße entstand ein Großfeuer.

Löschhilfe am Kloster Kreitz

Nach einem Luftangriff leistete die Neusser Feuerwehr am Kloster Kreitz Löschhilfe.

Brände bei Hellendahl und am Hof Keuthen

Großfeuer bei Hellendahl an der Bergheimer Straße und am Hof Keuthen an der Jülicher Straße.

Brand der Marienkirche

Die Marienkirche geriet im Zuge des Luftkrieges in Brand.

Nacht vom 13. auf den 14. Mai 1943
Auswärtiger Einsatz in Duisburg

Die Neusser Wehr rückte mit 71 Mann zur Luftkriegshilfe aus.

Bombenbrände bei Mühlen, Rennbahn und Tankanlagen

Großbrände betrafen Thywissen & Rickmers, Rennbahn-Restauration und Stallungen, die Deutsch-Amerikanische Petroleumgesellschaft an der Heerdter Buschstraße und das Seifenwerk P. C. Cremer am Hochofen.

Auswärtiger Einsatz in Dortmund

67 Neusser Feuerwehrmänner leisteten Luftkriegshilfe.

Brandbombenschäden in Grimlinghausen

Sechs Anwesen wurden durch Brandbomben teilweise zerstört.

Dritter Großangriff auf Neuss

Elf Großbrände trafen Rathaus, Stadtsparkasse, Arbeitsamt, Reichsbank, Rennbahntribüne, St. Josefskloster, Novesia, Lonnes, Werhahn, Cretschmar, Kemperdick, Schreinerbetriebe und Wohnhäuser in mehreren Straßen.

Schwerer Bombenschaden am Kloster Kreitz

Die Neusser Feuerwehr wurde am schwer zerstörten Kloster Kreitz eingesetzt. Bei dem Angriff kamen 35 Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.

Zehn Großbrände in Neuss und den südlichen Ortsteilen

Betroffen waren Thywissen & Rickmers, RWE, Immaculata, Petroleumgesellschaft, Meertal, Ober- und Parkstraße, die Dampfmühle Brückstraße, Bonner Straße in Grimlinghausen sowie Gut Altwahlscheid, Rheinfahr- und Macherscheider Straße.

Nacht vom 12. auf den 13. Juni 1943
Auswärtiger Einsatz in Düsseldorf

77 Neusser Feuerwehrmänner leisteten Hilfe.

Auswärtiger Einsatz in Elberfeld

Luftkriegshilfe in Elberfeld.

Brand des Nixhofes in Selikum

Der Nixhof in Selikum geriet im Zuge des Luftkrieges in Brand.

29./30. Juni 1943
Auswärtiger Einsatz in Köln

64 Neusser Feuerwehrmänner wurden zur Hilfe eingesetzt.

Erneuter Einsatz in Köln

Weiterer auswärtiger Luftkriegseinsatz.

Weitere Luftkriegshilfe in Köln

Die Neusser Wehr war erneut in Köln tätig.

Auswärtiger Einsatz in Aachen

Luftkriegshilfe in Aachen.

Auswärtiger Einsatz in Essen

Luftkriegshilfe in Essen.

Flugzeugabsturz bei Uedesheim

Ein brennendes Flugzeug stürzte bei Uedesheim ab.

Großfeuer in der Ölmühle C. Thywissen

In der Ölmühle C. Thywissen brach erneut ein Großfeuer aus.

Vierter Großangriff auf Neuss

Zehn Großbrände mit teils totalen Zerstörungen trafen Weiße Schule, Rheintorschule, Fedor Schön, Werhahn, Rhenus, Krülls Garage, Baulager Esser, Wohnhäuser sowie Kanonichenhof, Thywissenhof, Krückenshof und Keutenshof.

Luftangriffe auf Grimlinghausen und Uedesheim

14 Großfeuer und schwere Schäden betrafen unter anderem Papier- und Pappenfabrik, Am Röttgen, Cyriakus-, Hüsen-, Küppers- und Rheinuferstraße, Kirchweg, Werresweg, Gut Altwahlscheid, Macherscheider Straße, Rheinfahrstraße und Deichstraße.

Nixhütte und Nixhof

Die Neusser Feuerwehr wurde nach Luftangriffen an Nixhütte und Nixhof eingesetzt.

Störballon an der Peter-Loer-Straße eingeholt

Technischer Einsatz zum Einholen eines Ballons.

Großfeuer in der Mehlmühle Breuer & Hofstadt

In der Mehlmühle Breuer & Hofstadt brach ein Großfeuer aus.

1944

Fünfter Großangriff, schwere Schäden am Münster

Quirinusmünster, Christuskirche, Schulen, Betriebe und Wohnhäuser wurden getroffen. Aus der Krypta des Münsters mussten drei Tote geborgen werden. Insgesamt kamen bei dem Angriff 68 Menschen ums Leben, 67 wurden verletzt.

Hilfe nach Luftangriffen in Aachen

89 Neusser Feuerwehrmänner leisteten in Aachen Hilfe. In diesem Einsatzzeitraum wurden 36 einzelne Einsätze verzeichnet.

Nacht vom 23. auf den 24. April 1944
Bombenbrände in Neuss

Marienkirche, Chemische Fabrik Kurt Albert und Wohnhäuser in Reuschenberg brannten nach Bombentreffern.

Hilfe nach Luftangriffen in Düsseldorf

41 Neusser Feuerwehrmänner leisteten 19 Einsätze.

Hilfe nach Luftangriffen in Essen

75 Mann wurden bei 51 Einsätzen tätig.

Großfeuer in der Ölfabrik C. Thywissen

In der Ölfabrik C. Thywissen brach ein weiteres Großfeuer aus.

Schäden am Kinderheim St. Anna

Das Kinderheim wurde schwer beschädigt.

Auswärtiger Einsatz in Duisburg

70 Neusser Feuerwehrmänner leisteten Hilfe.

Großfeuer in der Großbäckerei Germania

In der Großbäckerei Germania brach ein Großfeuer aus.

Sechster Großangriff mit besonders hohen Verlusten

Rathaus, Hauptfeuerwache, Schlachthof, Radiatorenwerke und weite Teile der Stadt wurden getroffen. Im Bunker am Konvikt starben 70 Menschen. Insgesamt kamen bei dem Angriff 289 Menschen ums Leben, 150 wurden verletzt.

15./16. Oktober 1944
Großfeuer Rhenania-Ossag in Monheim

92 Mann leisteten auswärtige Löschhilfe bei dem Großbrand.

Bombenbrände und Zerstörung der Kamilluskirche

Betroffen waren Kamillianerstraße, Rheydter Straße, Glehner Weg, Hessentor und Hammer Landstraße. Die Kamilluskirche wurde zerstört.

Siebter Großangriff auf Neuss

Spreng- und Brandbomben sowie Phosphorkanister trafen Hafen- und Innenstadtbereiche, darunter Münsterplatz, Promenade, Neustraße, Büchel, Rheinwallstraße, Glockhammer, Spulgasse, Hansastraße und Breite Straße. Bei dem Angriff kamen 65 Menschen ums Leben, 175 wurden verletzt.

31. Oktober und 1. November 1944
Luftkriegshilfe in Köln-Klettenberg

75 Neusser Feuerwehrmänner wurden eingesetzt.

Weitere Löschhilfe in Düsseldorf

75 Mann leisteten 24 Einsätze.

Erneute Hilfe in Düsseldorf

19 Neusser Feuerwehrmänner wurden eingesetzt.

5. bis 7. November 1944
Mehrtägiger Einsatz in Solingen

62 Neusser Feuerwehrmänner leisteten Luftkriegshilfe.

27. bis 29. November 1944
Achter Großangriff: Krankenhäuser und Klöster betroffen

Schwere Schäden trafen unter anderem Hansasmühle, Güterbahnhof, Kamillushaus, St. Josefskloster und Krankenhaus Preußenstraße. Im Kamillushaus starben zwölf Menschen, im Josefskloster zehn. Für den gesamten Angriffszeitraum wurden 106 Tote und 87 Verletzte verzeichnet.

Neunter Großangriff, historisches Rathaus zerstört

Historisches Rathaus, Rathausneubau, Markt, Michaelstraße, Büchel und weitere Altstadtbereiche wurden schwer getroffen. Auch Zur Blomen, Zum Goldenen Stern, Herz-Jesu-Krankenhaus, Marienbergkirche und Immaculata waren betroffen. Bei dem Angriff kamen neun Menschen ums Leben, 65 wurden verletzt.

1945

Zehnter Großangriff

Dreikönigenkirche, Josefskrankenhaus und Krankenhaus Preußenstraße wurden zerstört. Brände und Schäden betrafen zahlreiche Straßen, das Konvikt, die Kerzenfabrik Overbeck, das Schaltwerk an der Hammer Landstraße, Josephskirche und Bürgergesellschaft.

Elfter Großangriff auf die Innenstadt

Bombentreffer und Brände betrafen weite Teile der Innenstadt und den Bunker Marienkirchplatz. Großbrände entstanden in der früheren Dampfmühle Brückstraße, der Teigwarenfabrik Schram und den Simons-Mühlen.

Anfang März bis 17. April 1945
Verlagerung der Feuerwehr nach Düsseldorf und Hilden

Rund 100 Mann wurden mit Fahrzeugen über den Rhein verlegt und später der Düsseldorfer Hauptfeuerwache zugeteilt. In Neuss blieben wenige Kräfte mit einer alten Spritze zurück.

Nach dem 2. März 1945
Zimmerbrand im früheren Haus der NSDAP-Kreisleitung

Der erste geschilderte Einsatz nach dem Einmarsch führte in die Friedrichstraße. Wegen zerstörter Wasserleitungen förderte die Feuerwehr Wasser aus dem Nordkanal.

Frühjahr 1945, genauer Tag offen
Einsatz im Werk Kornfranck

Die Feuerwehr rückte in das Werk an der Industriestraße aus. Die Fahrt musste wegen der gesprengten Hessentorbrücke umgeleitet werden.

1946–1959Nachkriegszeit und Wiederaufbau27 Einträge

Frühe Nachkriegszeit

Frühe Nachkriegszeit, genauer Zeitpunkt offen
Großfeuer in der Stürzelberger Rußfabrik

Neben anderen Nachbarwehren half die Neusser Wehr beim Fabrikbrand.

Frühe Nachkriegszeit, genauer Zeitpunkt offen
Blitzbedingter Brand der Kaarster Mühle

Ein Blitzschlag setzte die Kaarster Mühle in Brand. Die Mühle konnte nicht mehr gerettet werden.

1947

Untergang der Uedesheimer Gierponte

13 Menschen kamen beim Fährunglück auf dem Rhein ums Leben. Die Feuerwehr barg zwei Tote und neun Verletzte.

1947, genauer Zeitpunkt offen
Brand beim Wiederaufbau der Hammer Eisenbahnbrücke

Etwa 150 Meter Bohlengang gerieten während der Brückenarbeiten in Brand.

1947, genauer Zeitpunkt offen
Brand in der Braunkohlengrube Neurath

Auf Anordnung der Militärregierung rückte die Wehr mit drei Löschfahrzeugen aus. 15 Mann waren fünf Tage gebunden.

Ende August 1947
Munitionsexplosion am Reckberg

Ein Sammellager mit etwa 150 Bombenblindgängern und Artilleriemunition explodierte bei Grimlinghausen.

1948

Neujahr 1948
Erneuter Hochwassereinsatz

Die Feuerwehr musste wieder bei Hochwasser tätig werden.

1948
Brand der Pappenfabrik Grimlinghausen

Die Fabrik brannte erneut.

1948
Wohnhausbrand an der Düsseldorfer Straße

Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.

1949

1949
Brand von Schreinerei Welter und Küferei Krekeler

Ein Großfeuer zerstörte beide Betriebe an der Kölner Landstraße.

1949
Tödlicher Einsturz im früheren Hotel Pilartz

In den Trümmern an der Krefelder Straße erschlug eine herabstürzende Betondecke einen Arbeiter.

1949
Brand der Reinigungsanlage in der Sackfabrik Lonnes

Die Reinigungsanlage an der Breite Straße brannte aus.

1949
Bucheckernschrotbrand in der Ölmühle P. W. Kallen

Ein Lager mit Bucheckernschrot geriet in Brand.

1950–1954

1950–1954, genauer Zeitpunkt offen
Nächtlicher Wohnhausbrand an der Hafenstraße

An der Hafenstraße kam es nachts zu einem Wohnhausbrand.

1950–1954, genauer Zeitpunkt offen
Brand eines großen Getreideschobers

Ein Schober mit der gesamten Ernte geriet in Brand.

1950–1959

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Explosion und Brand in einer Mineralmühle

Eine Explosion löste in einer Mineralmühle einen Brand aus.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Explosion und Brand in einem Kraftfahrzeugbetrieb

In einem Kraftfahrzeugbetrieb kam es zu einer Explosion und einem Brand.

1950–1959, mehrere Einsätze
Brände in Möbelkaufhäusern

Die Feuerwehr wurde bei mehreren größeren Bränden in Möbelkaufhäusern eingesetzt.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Brand im Faserplattenwerk Grimlinghausen

Im Faserplattenwerk Grimlinghausen kam es zu einem größeren Brand.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Brand bei Schmolz & Bickenbach

Ein Brand bei Schmolz & Bickenbach gehörte zu den größeren Einsätzen der Nachkriegsjahre.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Brand in der Chemischen Fabrik Dr. Kurt Albert

In der Chemischen Fabrik Dr. Kurt Albert kam es zu einem größeren Brand.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Brand im Balatum-Werk

Die Feuerwehr wurde bei einem Brand im Balatum-Werk eingesetzt.

1950–1959, genauer Zeitpunkt offen
Brand im Gummiwerk Theiler & Seeberger

Die Neusser Feuerwehr leistete beim Brand des Gummiwerks Theiler & Seeberger in Heerdt überörtliche Löschhilfe.

1955

1955
Hochwasser und Dammbruch am Floßhafen

Der Dammbruch führte zu einem der größeren Einsätze des Jahrzehnts.

Um 1957

Vor oder um den 22. Juni 1957
Grasbrand an der Düsseldorfer Straße

Während des Jahresausflugs löschte die zurückgebliebene Bereitschaft einen kleineren Grasbrand.

1959

Sommer 1959
Dürresommer mit 330 Flächenbränden

Innerhalb von drei Wochen fielen 80 Einsätze an, an einem Tag 13. Auf Tanklöschfahrzeugen montierte Strahlrohre halfen, Schneisen in brennende Flächen zu spritzen. Auch Nachbarorte erhielten Hilfe.

Sommer 1959, genauer Tag offen
Großer Getreidebrand bei Selikum

Rund 10.000 Quadratmeter Getreide standen in Flammen und gefährdeten die Erftaue und angrenzende Waldungen.

1960–1969Industriebrände und technische Hilfe39 Einträge

1961

Brand der Großmühle Drees in Wevelinghoven

Die Neusser Wehr wurde zu der in voller Ausdehnung brennenden Großmühle angefordert.

Brand in der Kunststoffverarbeitung Groove & Welter

Ein nächtlicher und gefährlicher Brand erforderte einen größeren Einsatz.

Brand der Büttgener Windmühle

Nach dem Einsatz bei Groove & Welter vertraten die Neusser die auf Ausflug befindliche Büttgener Wehr. Die Mühle am Friedhof wurde zerstört.

Herbst 1961, genauer Zeitpunkt offen
Schnitzellagerbrand in der Zuckerfabrik Wevelinghoven

Bei Pfeiffer & Langen geriet eine Lagerhalle für Rübenschnitzel in Brand.

Anfang November 1961
Brand der Wassermühle in Gustorf

Fünf Feuerwehren waren mit der Bekämpfung des Großfeuers beschäftigt.

Brand des Stehmannshofes

Auf dem Stehmannshof brach ein größerer Brand aus.

Scheunenbrand am städtischen Krankenhaus

Eine mit der Ernte von 40 Morgen Land gefüllte Scheune brannte an der Preußenstraße. Die zunächst verbreitete Meldung, das Krankenhaus selbst brenne, bestätigte sich nicht.

Dezember 1961
Großbrand einer Lackfabrik in Hilden

Mehr als 200 Feuerwehrleute und Bundeswehrpioniere waren bei ständiger Explosionsgefahr tätig. Die Neusser Wehr wurde zur Verstärkung gerufen.

1961, ohne Einzeldaten
Weitere Einsätze in Kaarst, Glehn und Lanzerath

Die Neusser Feuerwehr leistete weitere Hilfe in Kaarst, Glehn und Lanzerath.

1962

Ende März 1962
Explosion und Brand bei Werhahn & Nauen

Eine Explosion in der neuen Extraktion der Ölmühle am Bahnhof führte zum Großbrand und gefährdete den Zugverkehr.

Ab 12. Juni 1962, fünf Tage
Suche nach der vermissten Ingeborg Spicker

Nach dem Alarm am späten Nachmittag durchsuchte die Wehr über Tage Wasserläufe. Polizei, Hubschrauber und Suchhunde waren ebenfalls beteiligt. Das sechsjährige Kind wurde schließlich tot im Schlamm der abgelassenen Obererft gefunden.

29. Juni 1962 · Peter und PaulDer Kalendertag ist aus dem im Buch genannten Festtag erschlossen.
Schwefelbrand in den Niederrheinischen Mineralwerken

Dichter Rauch zwang weitgehend zum Arbeiten mit Atemschutz und Spezialmasken.

1962, genauer Zeitpunkt offen
Explosionen in einer chemischen Fabrik an der Bockholtstraße

Ein Großfeuer und Explosionen führten zur Räumung zahlreicher Nachbarhäuser. Die Feuerwehr begrenzte die Gefahr.

1962, genauer Zeitpunkt offen
Brände auf Lauvenburg und Gut Neuhof

Die Feuerwehr half mehrfach in Kaarst, unter anderem auf diesen beiden Höfen.

1962, ohne Einzeldaten
Weitere Hilfen am Schloss Liedberg, in Holzheim und Kleinenbroich

Weitere auswärtige Einsätze führten die Feuerwehr zum Schloss Liedberg, nach Holzheim und nach Kleinenbroich.

1963

Schützenfestwoche 1963
Langanhaltendes Feuer im Balatum-Werk

Das Werk am Floßhafen erforderte einen hartnäckigen Großeinsatz.

1963–1964

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Explosionen und Brände in der Schwefelmühle

Der Betrieb am Floßhafen bereitete der Wehr durch Brände und gefährliche Gase erhebliche Schwierigkeiten.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Großbrand bei Buckau R. Wolf in Grevenbroich

Mit Neuss wurden acht weitere Wehren eingesetzt.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Brand einer Hähnchenbraterei

Brand des Betriebs an der Krefelder Straße.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Lastwagenkollision auf der Autobahn

Bei der Kollision von mit großen Betonrohren beladenen Lastzügen kippte ein niederländischer Tanklastzug um. Der neue Rüstkran Pluto kam erstmals zum Einsatz.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Gekentertes Boot auf dem See bei Stüttgen

Die Neusser Wehr wurde zur Hilfe angefordert.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Brand eines Hausbootes

Ein Hausbootbrand wird unter den auswärtigen Hilfen erwähnt.

Im Abschnitt 1963/64, genauer Zeitpunkt offen
Manövrierunfähiges Motorschiff bei Stürzelberg

Auf dem Rhein benötigte ein Schiff mit Maschinenschaden Hilfe.

1964

19. März bis 1. April 1964
Fast zwei Wochen im Balatum-Werk im Einsatz

Der Brand im Balatum-Werk am Floßhafen hielt die Feuerwehr fast zwei Wochen in Anspruch. Er galt damals als längster Brand in Friedenszeiten in der Geschichte der Neusser Wehr.

1965

1965
Junge im ersten Hafenbecken ertrunken

Ein Kind stürzte beim Hinterherlaufen hinter einem Fußball ins Wasser. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

1965
Autoabsturz von einer Autobahnbrücke

Der Fahrer konnte nur noch tot geborgen werden.

1966

19. Mai 1966 · Christi HimmelfahrtDer Kalendertag ist aus dem im Buch genannten Feiertag erschlossen.
Großbrand der Papier- und Kartonfabrik

130 Feuerwehrmänner kämpften mit 30 C-Rohren, zwölf B-Rohren und einer Wasserkanone gegen den Rohstofflagerbrand. Die übrigen Werksteile wurden geschützt. Nachlöscharbeiten zogen sich über Tage.

Benzintankbrand bei Contitank

Brennende Tanks an der Düsseldorfer Straße bedrohten ein Lager mit 2,7 Millionen Litern Benzin. Häuser wurden geräumt. Große Wasser- und Schaummengen verhinderten die Ausbreitung; Düsseldorfer Hilfe war vor Ort.

Um 1966

Im Abschnitt zu 1966, genauer Tag offen
Lagerhallenbrand bei Müller & Inhoffen

Die brennende Futtermittelhalle bedrohte die benachbarte Ölmühle C. Thywissen. Freiwillige und Werkfeuerwehr arbeiteten zusammen.

Im Abschnitt zu 1966, genauer Tag offen
Hofbrand in Lanzerath

Aus dem brennenden Anwesen mussten 80 Schweine gerettet werden.

Im Abschnitt zu 1966, genauer Tag offen
Brand in einer Norfer Plastikfabrik

Ein gefährlicher Fabrikbrand erforderte auch den Einsatz der Neusser Wehr.

1967

1967
Brand alter Häuser an der Rheinstraße

Die teilweise aus Fachwerk bestehenden Gebäude wurden zerstört. Die Bewohner wurden obdachlos.

Um 1967

1967, aus dem Zusammenhang
Gasexplosion im Achtfamilienhaus an der Venloer Straße

Eine Explosion riss das Gebäude auf. Ein Mensch starb, mehrere wurden verletzt.

1968

1968
Rohstofflagerbrand im Faserplatten- und Rohpappenwerk

Rund 500 gepresste Stoffballen brannten in Grimlinghausen und entwickelten hartnäckigen, dichten Rauch.

1969

In den ersten zwei Monaten 1969
Brand im Walzenkeller Werhahn & Nauen

Ein Kurzschluss in der Niederspannungsanlage führte zu einem nächtlichen Brand. Die Feuerwehr benötigte 30 Atemschutzgeräte und war drei Stunden im Einsatz.

Direkt nach dem Walzenkellerbrand 1969
Böswillige Alarmierung nach Kaarst

Unmittelbar nach der Rückkehr vom schweren Walzenkellerbrand stellte sich der nächste Alarm als böswillig heraus. Es war bereits der 20. böswillige Alarm in den ersten beiden Monaten des Jahres.

1969–1970

Im Abschnitt 1969/70, genauer Zeitpunkt offen
Brand und Verpuffung in den Ölwerken Walter Rau

Bei einem Brand in der Spaltanlage verletzte eine Verpuffung mit anschließendem Feuer fünf Feuerwehrmänner und versperrte Ausgänge.

Späte 1960er Jahre

Späte 1960er Jahre, undatiert
Brand auf dem Gelände des Reiter- und Rennvereins

Brandstiftung entzündete eine Strohscheune und eine Garage. Zwei kleine Kinder aus einem Wohnhaus und mehrere Rennpferde wurden gerettet.

Späte 1960er Jahre, undatiert
Brand beim Probelauf im Aluminiumwerk Norf

Beim Probelauf einer Bandwalze kam es zum Großbrand. Mit Schaum, Pulver und Atemschutz wurde gelöscht. Ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt.

1970–1980Vielfältige Einsatzaufgaben37 Einträge

1970

1970
Brandstiftung im Holzlager Werhahn

Das Holzlager an der Rheintorstraße brannte. Mit dem Hafenlöschboot wurde die Brandbekämpfung unterstützt; ein benachbarter Gasometer musste gegen starken Funkenflug geschützt werden.

1970–1973

Zwischen 1970 und 1973, genauer Zeitpunkt offen
Großbrand in der Kerntrocknung von Ideal Standard

Zwölf Trockenöfen wurden zerstört.

1972

Nacht vom 15. auf den 16. Juli 1972
Alarmierung: 02:53 UhrEinsatzende: 12:30 Uhr
Das Datum ist aus dem Sonntagseinsatz und dem Zeitungsbericht vom 17. Juli 1972 erschlossen.
Großbrand im Holzverarbeitungsbetrieb Kilbinger

Eine neu errichtete Halle von 40 mal 60 Metern brannte aus. Nachbarhäuser wurden geräumt. Der Einsatz dauerte von 02:53 Uhr bis 12:30 Uhr. Vier Menschen erlitten Rauchvergiftungen; der Schaden lag bei mehr als einer Million Mark.

1973

1973
Großbrand auf dem Lagerplatz Zietzschmann

1.500 Tonnen Spezialpapier und 250 Tonnen Zellulose brannten und gefährdeten ein Tanklager. Über 100 Feuerwehrleute arbeiteten mit 18 Strahlrohren und drei Wasserwerfern. Anschließend hielten 65 Kräfte sechs Tage lang Brandwache.

1975

1975
Großfeuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Grefrath

Ein landwirtschaftliches Anwesen wurde eingeäschert.

Um 1975

1975, aus dem Abschnitt
Brand der Außenanlagen der Papier- und Kartonfabrik

Ein nächtlicher Brand zerstörte Außenanlagen des Werks.

1975, aus dem Abschnitt
Weiterer Lagerhallenbrand der Papier- und Kartonfabrik

Rund 300 Tonnen Fertigpapier verbrannten. Der nächtliche Brand richtete einen Millionenschaden an.

1975, aus dem Abschnitt
Brand bei Leuchtenberg

Fabrikations- und Lagerhallen der Sauerkrautfabrik standen in Flammen.

1975, aus dem Abschnitt
Brand im Säge- und Hobelwerk Werhahn

Im Säge- und Hobelwerk Werhahn kam es zu einem größeren Brand.

1975, aus dem Abschnitt
Küchenbrand im Restaurant Im Kessel

Ein Funke in einer Pfanne löste einen Brand aus. Etwa 40 Feuerwehrmänner rückten an die Krefelder Straße aus, weil das gesamte Haus gefährdet war.

1975, aus dem Abschnitt
Strohbrand auf Gut Neuhofgen

Die Strohvorräte des Gutes brannten.

1975, aus dem Abschnitt
Brand eines Pressstrohschobers beim Kuckhof

Ein hoch gefüllter Strohschober geriet in Brand.

1975, aus dem Abschnitt
Lagerhallenbrand bei Grover

Drei Hallen der Südostasien-Importfirma an der Heerdter Straße wurden zerstört. 70 Feuerwehrmänner setzten 14 Strahlrohre und zwei Wasserkanonen ein und schützten weitere Betriebe.

1975, aus dem Abschnitt
Großbrand bei den Vereinigten Papierwerken Schickedanz

Zwei eingeschlossene Männer mussten gerettet werden. Rund 100 Kräfte schützten weitere Betriebsteile. Produktionsmaschinen wurden zerstört. Der Schaden wurde auf etwa 14 Millionen Mark beziffert.

1975, aus dem Abschnitt
Schiffsuntergang bei Grimlinghausen

Nach einer Schiffskollision sank bei Grimlinghausen ein Schiff. Ein vier Monate altes Kind wurde im Rhein abgetrieben und kam ums Leben.

1975, aus dem Abschnitt
Tödlicher Schlauchbootunfall an der Gnadenthaler Mühle

An der Gnadenthaler Mühle kenterte ein Mann mit einem Schlauchboot in der Erft. Der Unfall endete tödlich.

1975, aus dem Abschnitt
Tödlicher Fahrzeugbrand auf der Autobahn

Nach einem Zusammenstoß starb ein Mann in seinem brennenden Auto.

1976

Anfang 1976
Zellstoffbrand in einer Holzheimer Speditionshalle

Eine etwa 300 Meter lange Halle mit 170 Tonnen Zellstoff brannte. 75 Kräfte wurden durch dichten Rauch stark belastet.

Anfang 1976, anschließend
Orkan mit etwa 150 Einsätzen

Auf den Holzheimer Großbrand folgte ein Orkan mit Schäden in allen Stadtteilen.

Um 1976

1976, aus dem Abschnitt
Großbrand im Lebensmittellager Auer

In der früheren Nudelfabrik Schram erforderten hartnäckige Schwelbrände elf Stunden Arbeit unter Atemschutz.

1976, aus dem Abschnitt
Wohnhausbrand an der Further Straße

Drei Geschosse brannten aus. 18 Bewohner wurden obdachlos.

1976, aus dem Abschnitt
Dachbrand an Bleich- und Königstraße

Dachgeschoss und Dachstuhl brannten in voller Ausdehnung. Die Bewohner wurden rechtzeitig gerettet.

1976, aus dem Abschnitt
Brandstiftung in der Hauptschule Weckhoven

Ein nächtlicher Brand zerstörte einen Trakt mit Räumen und Lehrmaterial. Die Feuerwehr verhinderte eine weitere Ausbreitung.

1976, aus dem Abschnitt
Dieselkraftstoff in Gilbach und Erft

Tausende Liter Diesel gelangten von der Fortunagrube über Kanalisation und Gilbach zur Erft. 80 Feuerwehrleute legten bei Weckhoven eine Ölsperre an und saugten drei Tage lang Kraftstoff ab.

1976, aus dem Abschnitt
Hotelbrand Zum Nordkanal in Kaarst

40 Neusser Feuerwehrmänner leisteten mit entsprechendem Gerät Nachbarhilfe.

Im Abschnitt 1976, genauer Zeitpunkt offen
Waldbrandhilfe bei Brüggen

Die Löschzüge Norf und Rosellen unterstützten mit Tanklöschfahrzeugen drei Tage lang im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

1976, aus dem Abschnitt
Explosion auf dem Motorschiff Gouja

Im Hafenbecken III wurden Bugräume und Deck aufgerissen. Der 19-jährige Sohn des Schiffsführers starb. Neusser und Düsseldorfer Löschboote verhinderten durch Pumpen das Sinken, bis ein Taucher das Leck abdichtete.

1977

1977
Großbrand im Möbelhaus Rösing am Markt

Im früheren van-Endert-Komplex brannte das dritte Obergeschoss aus. Vier Menschen wurden gerettet. Fast 100 Kräfte, 16 Strahlrohre, ein Wasserwerfer und eine Düsseldorfer Drehleiter waren über nahezu sechs Stunden im Einsatz.

1978

1978
Tödlicher Wohnhausbrand an der Friedrichstraße

Vor Eintreffen der Wehr sprangen drei Menschen aus dem Fenster. Ein Mann starb, zwei Frauen wurden schwer verletzt.

1978
Wohnhausbrand in der Frankenstraße

Der Wohnungsinhaber wurde tot in einem Raum gefunden.

1978
Verschütteter Arbeiter im Futtermittelsilo

Ein Mitarbeiter wurde im 50 Meter hohen Silo eines Kraftfutterwerks von Futtermittelmassen verschüttet.

1978
Chemikalienfreisetzung am Güterbahnhof

Ein geborstener Container verursachte Gasalarm und eine Wolke über der Bahnhofsgegend. Zusammen mit der Bayer-Werkfeuerwehr arbeitete die Neusser Wehr stundenlang an der Gefahrenbeseitigung.

1978
Großbrand im Holzheimer Bootshaus

Gebäude, Boote und Kajaks wurden zerstört. Der Schaden wurde auf rund 100.000 Mark geschätzt.

1978, drei weitere Brände
Werkstatt- und Lagerhallenbrände in Holzheim

Bei drei weiteren Werkstatt- und Lagerhallenbränden in Holzheim wurden große Hallen zerstört.

1978, mehrere Einsätze
Schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Verletzten

Bei verschiedenen schweren Autounfällen setzte die Feuerwehr Kran und hydraulisches Rettungsgerät ein, um Schwerverletzte aus Fahrzeugtrümmern zu befreien.

Späte 1970er Jahre

Späte 1970er Jahre, genauer Zeitpunkt offen
Gaswolke zwischen Dormagen und Neuss

Eine Gaswolke führte zur höchsten Alarmstufe für Hilfsorganisationen und Rettungseinheiten.

1980

1980
Zunehmende Belastung durch Brände und Schadstoffalarme

Brandstiftungen sowie Öl- und Schadstoffalarme belasteten die Feuerwehr zunehmend.

Ergänzende EinträgeEpochenübergreifend und undatiert17 Einträge

Diese Ereignisse lassen sich keiner einzelnen Epoche sicher zuordnen. Die Zeitangaben aus der Auswertung bleiben erhalten.

Nach 1898

Nach März 1898, genauer Zeitpunkt offen
Dachgeschossbrand am Alexianerkloster

Bei einem Dachgeschossbrand am Alexianerkloster kam die neu beschaffte mechanische Leiter erstmals zum Einsatz.

Spätes 19. Jahrhundert

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Brand in der Gaststätte Zu den drei Glocken

Die Gaststätte von Philipp Hubert Marx im Glockhammer war von einem Brand betroffen.

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Brand bei Gastwirt Brockmann

Bei Gastwirt Brockmann auf der Niederstraße kam es zu einem Brand.

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Brand bei Gastwirt Josef Floh

Der Betrieb von Gastwirt Josef Floh auf der Niederstraße, später Schmitz’sche Quirinusbrauerei, war von einem Brand betroffen.

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Brand bei Gastwirt Küpper

Bei Gastwirt Küpper an der Oberstraße kam es zu einem Brand.

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Scheunenbrand bei Louis Blumenkamp

Die Scheune des Wirts und Bierbrauers auf der Niederstraße brannte.

Spätes 19. Jahrhundert, undatiert
Lagerbrand Im Dom bei Wiertz

Ein Brand vernichtete 100 Zentner Vorräte und verursachte einen Schaden von rund 10.000 Mark.

Ab 1914

Ab August 1914
Versorgung von Militärzügen und Verwundetentransporte

Feuerwehr und Sanitätskolonne versorgten durchfahrende Soldaten und brachten Verwundete aus Lazarettzügen in Neusser Lazarette. Für die Transporte wurden Tragen in Pferdefuhrwerken und Lastwagen federnd aufgehängt.

1930er Jahre

1930er Jahre, undatiert
Zimmerbrand nach Suche mit einer Kerze

Eine Frau suchte mit einer Kerze unter dem Sofa nach Schuhen und verursachte dabei einen Zimmerbrand.

1930er Jahre, undatiert
Schweinestallbrand mit Notschlachtung

Ein Stall brannte; ein etwa zwei Zentner schweres Schwein musste notgeschlachtet werden.

1930er Jahre, undatiert
Drei Frauen hinter einem Ladengitter eingeschlossen

Ein plötzlich heruntergelassenes Gitter sperrte drei Passanten in einem Ladeneingang auf der Niederstraße ein. Die Feuerwehr befreite sie.

Ab 1946

Ab 1946, genauer Zeitpunkt offen
Dreijähriger Junge im Nordkanal ertrunken

An der Kaiser-Friedrich-Straße ertrank ein dreijähriger Junge im Nordkanal.

Ab 1946, genauer Zeitpunkt offen
Feuer an einer Sprengbombe am Hindenburgplatz

Kinder hatten an einer Sprengbombe auf dem Hindenburgplatz ein Feuer angezündet. Die Feuerwehr griff rechtzeitig ein.

Ab 1946, wiederkehrend
Technische Hilfe in der zerstörten Stadt

Die Wehr spülte Schmutzwasserkanäle, pumpte Keller aus, legte einsturzgefährdete Mauern und Giebel nieder, löschte Gasrohrbrände und lenzte leckgeschlagene oder gesunkene Schiffe. Auch gestürzte Pferde waren häufige Hilfeleistungsfälle.

1960er–1970er Jahre

1960er/1970er Jahre, wiederholt
Brände der Müllkippen am Scheibendamm und Grefrather Weg

Die wiederkehrenden Brände beanspruchten Mannschaften und Fahrzeuge stark. Fehlende Wasserleitungen erforderten Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge.

Vor 1975

Spätestens vor 1975, undatiert
Brand eines unbewohnten Hauses an der Promenadenstraße

Spielende Kinder verursachten einen Brand in einer früheren Buchbinder- und Einrahmungswerkstatt. Das Feuer bedrohte die enge Nachbarbebauung und zerstörte das Haus.

Ohne Jahresangabe

Undatiert
Geschäftslokalbrand mit starker Rauchentwicklung

Bei einem Brand in einem Geschäftslokal setzte die Feuerwehr ein Rauchabzugsgerät ein, um die Löschkräfte zu entlasten. Ort und Zeitpunkt sind nicht überliefert.

Quelle: Joseph Lange, Vom Brandhorn zum Funkalarm. 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Neuss 1881–1981, 1981.
Notruf (112)