Grundausbildung mit dem Modul 4 abgeschlossen!
Am Samstag (30.06.2018) fand bei bestem Wetter auf dem Gelände der Feuerwache am Hammfelddamm die diesjährige praktische Prüfung für den Modul 4 Lehrgang statt.   Das Modul 4 steht am Ende der rund zweijährigen #Grundausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr und vermittelt alle Aspekte der technischen Hilfeleistung. Aber nicht nur das steht auf dem Plan, die theoretische wie...
Patronatstag der Feuerwehr Neuss auf dem Münsterplatz
Am vergangenen Freitag den 04.05.2018 nahmen rund 120 Feuerwehrangehörige am Patronatstag der Feuerwehr Neuss teil. Schon zum dritten Mal trafen sich die Kameradinnen und Kameraden aller Löschzüge und aller Altersgruppen auf dem Münsterplatz in Neuss. Nach einem Wortgottesdienst, den die Feuerwehrseelsorgerin Angelika Ludwig und Gregor Ottersbach (in gleicher Funktion bei der Feuerwehr Kaarst) abhielten, wurden zwei...
Auf den Hund gekommen: Feuerwehr Neuss stellt neue Hundestaffel in den Dienst!
Henry, Frida, Lucy, und Esther dies sind die neuen vierbeinigen Kameradinnen und Kamerad der Feuerwehr in Neuss! Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Gefahrstoffabwehr, Wasserrettung, Erkundungsdrohne und nun auch Rettungshunde. Die Feuerwehr Neuss hat einiges zu bieten! In den Reihen des Löschzuges Grefrath gibt es seit vielen Jahren hundebegeisterte Feuerwehrangehörige, die bereits Mitglied in einer anderen Feuerwehr-Rettungshundestaffel waren. Da...
Jugendfeuerwehr mit Jugendring Neuss zu Besuch in Polen
In der zweiten Woche der Herbstferien war es wieder so weit. Nach ausführlicher Vorbereitung brach eine 39- köpfige Delegation des Jugendring Neuss nach Wegierska Gorka in Polen auf, um die in den vergangenen Jahren geknüpften Kontakte zur polnischen Partnergruppe aus Oppeln zu vertiefen. Es war die dritte deutsch-polnische Jugendbegegnung des Jugendring Neuss. Der Jugendring Neuss, Arbeitsgemeinschaft...
Dankeschön für Jugendbetreuer im Hitch
Am vergangenen Sonntag begrüßte Ingrid Dreyer, Vorstandsmitglied im Jugendring Neuss, zur ersten Dankeschönveranstaltung knapp 30 Gruppenleiter der verschiedenen Jugendverbände im Hitchkino. Sie dankte im Namen des gesamten Vorstandes (Annika Ulrich, Steffen Schenkendorf und Robin Bender) den Gruppenleitern der Jugendfeuerwehr, vom Jugendrotkreuz, den Maltesern, der Ev. Jugend für ihr Engagement und ihre ehrenamtliche Arbeit mit Kindern...
Grundausbildung mit dem Modul 4 abgeschl...
Patronatstag der Feuerwehr Neuss auf dem...
Auf den Hund gekommen: Feuerwehr Neuss s...
Jugendfeuerwehr mit Jugendring Neuss zu ...
Dankeschön für Jugendbetreuer im Hitch

Jahreshauptversammlung und Nikolausfeier der Jugendfeuerwehr

  09 Dezember 2005

Nach dem dienstlichen Rechenschaftsbericht forderte Nikolaus Rechenschaft
(W.G.)Am Samstag, 10.12.05, hatte die Jugendfeuerwehr in der Feuerwache Hammfelddamm hohen Besuch, hatten sich doch der Nikolaus nebst Hans Muff zur Visite angesagt. Bevor aber Bischof Nikolaus das große Buch aufschlug, hatte der Leiter der Jugendfeuerwehr Willi Komanns an diesem Nachmittag die Gäste, unter Ihnen der Leiter der Feuerwehr Roland Wirth, Peter Schöpkens als zuständiger Fachmann für die Freiwillige Feuerwehr, Hans-Jakob Lukas, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes und Kreisjugendfeuerwehrwart Theo Peiffer,  sowie die Mädels und Jungs der Jugendfeuerwehr herzlich willkommen geheißen und ihnen für ihr Kommen gedankt..
Er gab das Wort an seinen Vertreter Helmut Plath weiter, der  den Rechenschaftsbericht abgab, zunächst mit launigen Worten referierte, dann aber recht bald auf Verantwortung, Jugendarbeit in all ihren Facetten und auf die ernsthafte Ausbildung der Jungen und Mädchen zu sprechen kam, die sich in der Jugendfeuerwehr engagieren und den Pool bilden, aus dem zum überwiegenden Teil der Nachwuchs für die "große" Feuerwehr stammt.
Im nächsten Jahr werden wieder 20 junge Frauen und Männer aus der Jugendfeuerwehr entlassen und den verschiedenen Löschzügen zur Dienstleistung überstellt.
In der Jugendfeuerwehr passiere naturgemäß nicht allzuviel, das sich für einen Jahresbericht eignet: Wie jedes Jahr wurde der Ausbildungsplan durch- und abgearbeitet, wie jedes Jahr wurde an der "Leistungsspange" mit Erfolg teilgenommen, wie jedes Jahr fuhr man zu Pfingsten und zum vierten Advent in eine Ferienfreizeit, wie jedes Jahr begleitete die jungen Menschen mit ihren Ausbildern die Feierstunde zum Volkstrauertag auf dem Friedhof, und wie alljährlich wurde der Martinszug in der Innenstadt begleitet.
Und wie jedes Jahr wurden Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr entlassen, sei es in den aktiven Dienst, sei es auf eigenen Wunsch ins Privatleben, sei es wegen "außerordentlich häufiger" Teilnahme an allen Ausbildungsveranstaltungen ebenfalls in die Freiheit.
Eigentlich sei es verwunderlich, dass in der heutigen Zeit Menschen noch in der Lage sind, ihre sehr wohl kostbare Freizeit in den Dienst der guten Sache und des Bürgers in der Heimatstadt zu stellen. Ehrenamt hin, Ehrenamt her, der Dienst in der Feuerwehr sei mit Sicherheit nicht mit freiwilligen Diensten auf anderen Gebieten zu vergleichen. "Von uns", so Helmut Plath wörtlich, "wird ständige Einsatzbereitschaft, Kenntnisse in vielen Fachbereichen, körperliche Fitness und ein gewisser Hang zur Opferbereitschaft verlangt. Nicht umsonst heißt es: Wo andere wegrennen, da rennen wir hin. Wir beeilen uns sogar noch und schalten Martinshorn und Blaulicht ein."

Allen Feuerwehrangehörigen sei bewusst, dass der Heldenmythos, der mit Feuerwehr oft in Verbindung gebracht wird, von der Wahrheit sehr weit entfernt ist. Wenn man das einem anderen erzähle, der damit nichts "am Hut habe", ernte man oft Unverständnis. "Und dafür bekommt Ihr keinen Pfennig ?. Da hätte ich keinen Bock drauf."
Rein sachlich betrachtet bringe der Feuerwehrdienst nur Schwierigkeiten mit sich. Oftmals müsse man sich rechtfertigen, verantworten und auch einstecken.
Wie alle anderen ehrenamtlichen Organisationen lebe auch die Feuerwehr vom Nachwuchs. Und sie lebe von der Gruppe, vom Team. Einzelkämpfer hätten bei der Truppe keine Chance, sie würden kläglich scheitern.

An den Ausbildern liege es, junge Menschen auf die Aufgaben vorzubereiten und sie für diese Ausübung zu motivieren. Das habe auch der Gesetzgeber erkannt und klar definiert, dass die Zeit in der Jugendfeuerwehr sich jeweils zur Hälfte in Feuerwehrdienst und zur Hälfte in jugendpflegerische Arbeit aufzuteilen habe. Natürlich wird mit den jungen Leuten Ausbildung gemacht, dafür sei man Feuerwehr, aber auch Spaß solle man bei der Jugendfeuerwehr haben. Gerade die Ferienfreizeiten bewirken einen starken Zusammenhalt in der Jugendgruppe. Es stelle sich ein Wir-Gefühl ein, und das sei auch gut so.

Man könne Jugendliche nur motivieren und ihnen als Vorbild dienen, wenn man selber die Prinzipien der Gemeinschaft beherzige, und das funktioniere nur mit einer guten Betreuerriege. Jede Betreuerin und jeder Betreuer waren ehemals Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Das sei keine Pflicht, aber es ergebe sich halt so. Die allermeisten Quereinsteiger hätten es nie lange bei der Feuerwehr ausgehalten; ihnen habe einfach der Zugang zur Institution Feuerwehr gefehlt. Denn  wer den "Laden" nicht von klein auf kenne, habe es schwer, die Vorgänge zu verinnerlichen.
Zum Glück habe man die Zeiten des unbedingten Gehorsams lange schon hinter sich. Würden die Ausbilder das noch glauben und praktizieren, säßen sie wahrscheinlich ohne Jugendliche hier. Aber Disziplin sei eine wichtige Sache und für die Feuerwehr in Bezug auf Einsätze geradezu lebensnotwendig.
Diese an Jugendliche zu vermitteln, sei allerdings schwieriger geworden, nicht nur, weil sich die Jugendlichen aufgrund des gesellschaftlichen Wandels geändert hätten. Auch in didaktischer Hinsicht hätten sich die Ansprüche erhöht, Pisa komme nicht von irgendwo her, und darauf müsste man eben reagieren.
Wer mit Jugendlichen arbeiten wolle, müsse lernen, sie zu respektieren und sich selber Respekt erarbeiten.
Damit sich die Ausbilder auf diese vielfältigen Anforderungen vorbereiten könnten, hätten sie es sich selbst zur Aufgabe gemacht, regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen, sowohl mit feuerwehrtechnischen Inhalten als auch mit pädagogischen und didaktischen Ansätzen.
Dank sei der Wehrleitung abzustatten, die die Sonderposition der Jugendfeuerwehr erkannt habe und die Ausbilder und Betreuer so machen lasse, wie diese es für richtig hielten. Heute habe die Neusser Jugendfeuerwehr 65 aktive Mitglieder, denen 22 Feuerwehrleute als Betreuer und Ausbilder zur Seite ständen.
Kritiker würden manchmal meinen, die Jugendfeuerwehr koste nur Geld und sei nicht produktiv genug. Denen sei ins Stammbuch geschrieben: "Hier wird in die Zukunft investiert. Vielleicht ist es ja der jetzt noch Jugendliche, der Dich eines Tages bei einem Einsatz retten muss." Spätestens dann seien die Ausbilder und Betreuer stolz, den Kameraden oder die Kameradin einst motiviert zu haben, der Feuerwehr die eigene Freizeit zu opfern. Vielleicht hätte man ohne das eigene Wirken ihn oder sie an einen Fußball- oder Volleyballverein verloren.

Die ernst und nachdenklich stimmenden Worte regten zu einem starken Beifall an, mit dem das Auditorium Helmut Plath dankte.

Aber dann hatte Bischof Nikolaus seinen großen Auftritt. In Neuss wollte er für dieses Jahr seinen letzten Einsatz absolvieren.
Nachdem er alle Anwesende begrüßt und seinen Hans Muff vorgestellt hatte, schlug er sein großes Buch auf und begann mit seiner Inspektion. Au weia, er war bestens informiert, vor allen Dingen über Vorkommnisse, die sich während einer Ferienfreizeit in einer Eifeler Jugendherberge zugetragen hatten. Dass der Herbergsvater und Bischof Nikolaus in Personalunion  ihren Verpflichtungen nachkommen, war wohl ursächlich für das breite Wissen des Mannes im Bischofsornat.

Manche Jugendliche mussten zu ihm kommen, und man erfuhr beispielsweise, dass zwei Jugendliche die ortsansässige Eifeler Feuerwehr persönlich kennen lernten, hatten sie doch bei einer Pirsch durchs Gelände eine verbotene Tür geöffnet und so unfreiwillig Feueralarm ausgelöst. Ob es das Verpassen eines Busses, das Verlieren von Handschuhen, das heimliche Auffüllen einer Tupperdose mit Verpflegung war, weil deren Besitzer Hungers sterben wollte, alles kam auf den Tisch. Und am Ende des "Gerichts" wird doch noch so mancher sich gefreut haben, dass der heilige Mann eben doch nicht alles mitgekriegt hatte. Zwischendurch ließ Hans Muff die Rute sprechen, jeder bekam das, was er verdiente..

Zum Schluss kam der jüngste Nachwuchs an die Reihe. Drei Mädchen sagten Gedichte auf und spielten Blockflöte, so dass Nikolaus mit der Neusser Feuerwehrjugend mehr als versöhnt war.
Ein gemeinsames Abendessen mit der Feuerwehrleitung, den Gästen und den Ausbildern und Betreuern beschloss den nachmittags begonnenen Tag der Jahreshauptversammlung und des Nikolausbesuches n der Feuerwache Neuss.


Mit freundlichen Grüßen
i.A,


Wilfried Görtz

Schreibe einen Kommentar

letzte Alarmierungen