Patronatstag der Feuerwehr Neuss auf dem Münsterplatz
Am vergangenen Freitag den 04.05.2018 nahmen rund 120 Feuerwehrangehörige am Patronatstag der Feuerwehr Neuss teil. Schon zum dritten Mal trafen sich die Kameradinnen und Kameraden aller Löschzüge und aller Altersgruppen auf dem Münsterplatz in Neuss. Nach einem Wortgottesdienst, den die Feuerwehrseelsorgerin Angelika Ludwig und Gregor Ottersbach (in gleicher Funktion bei der Feuerwehr Kaarst) abhielten, wurden zwei...
Auf den Hund gekommen: Feuerwehr Neuss stellt neue Hundestaffel in den Dienst!
Henry, Frida, Lucy, und Esther dies sind die neuen vierbeinigen Kameradinnen und Kamerad der Feuerwehr in Neuss! Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Gefahrstoffabwehr, Wasserrettung, Erkundungsdrohne und nun auch Rettungshunde. Die Feuerwehr Neuss hat einiges zu bieten! In den Reihen des Löschzuges Grefrath gibt es seit vielen Jahren hundebegeisterte Feuerwehrangehörige, die bereits Mitglied in einer anderen Feuerwehr-Rettungshundestaffel waren. Da...
Jugendfeuerwehr mit Jugendring Neuss zu Besuch in Polen
In der zweiten Woche der Herbstferien war es wieder so weit. Nach ausführlicher Vorbereitung brach eine 39- köpfige Delegation des Jugendring Neuss nach Wegierska Gorka in Polen auf, um die in den vergangenen Jahren geknüpften Kontakte zur polnischen Partnergruppe aus Oppeln zu vertiefen. Es war die dritte deutsch-polnische Jugendbegegnung des Jugendring Neuss. Der Jugendring Neuss, Arbeitsgemeinschaft...
Dankeschön für Jugendbetreuer im Hitch
Am vergangenen Sonntag begrüßte Ingrid Dreyer, Vorstandsmitglied im Jugendring Neuss, zur ersten Dankeschönveranstaltung knapp 30 Gruppenleiter der verschiedenen Jugendverbände im Hitchkino. Sie dankte im Namen des gesamten Vorstandes (Annika Ulrich, Steffen Schenkendorf und Robin Bender) den Gruppenleitern der Jugendfeuerwehr, vom Jugendrotkreuz, den Maltesern, der Ev. Jugend für ihr Engagement und ihre ehrenamtliche Arbeit mit Kindern...
Neusser Bürger-Schützenfest 2017 - Königsempfang der Malteser Neuss
Gestern waren wir zu Gast beim Königsempfang des Malteser Hilfsdienstes Neuss ! Seine Majestät Christoph I. Napp-Saarbourg verlieh den Vertretern von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Rettungsdienst den Königsorden 2017. Der Leiter der Feuerwehr Neuss, Joachim Elblinger, nahm den Orden stellvertretend für die gesamte Wehr entgegen. Wir bedanken uns beim Schützenkönig Christoph I. Napp-Saarbourg. Allen, die das Neusser Bürger-Schützenfest...
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Freundschaftsbesuch der Feuerwehr Neuss bei der Feuerwehr der Stadt Bolu in der Türkei

  22 Dezember 2008

Neusser Fw-Kameraden vor einem Löschfahrzeug aus Bolu: Obere Reihe: P. Schöpkens, A. Feuchthofen, F. Königshofen, U. Kever. Darunter: D. Kampmann, D.Küppers, A. Gerding 

Für die Dauer einer Woche unternahmen von der Feuerwehr Neuss Alfred Feuchthofen, Axel Gerding, David Kampmann, Uwe Kever, Frank Königshofen und Daniel Küppers mit dem Leiter  Peter Schöpkens einen offiziellen Freundschaftsbesuch bei der Feuerwehr Bolu zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

1. Tag:

Abfahrt war um 5.00 Uhr ab Bahnhof Neuss. Auf dem Weg zum Bahnhof begegneten uns die letzten Diskoheimkehrer, als wir die Reise nach Bolu antraten. Von Düsseldorf aus ging es mit dem ICE nach Frankfurt. Auf dem Flughafen Frankfurt dann die erste Panne: Die Gruppe hatte insgesamt 21 kg Übergepäck dabei, bedingt auch durch die persönliche Schutzausrüstung, so dass einige Koffer noch einmal umgepackt werden mussten. Durch die Kulanz der Lufthansamitarbeiter konnte es dann doch rechtzeitig weiter gehen.


Nach 2 ½ Stunden Flugzeit erreichten wir nach heftigen Turbulenzen im Landeanflug den Flughafen Istanbul. Am Flughafen wurden wir von Herrn Atalay und Herrn Aydin von der Stadt Bolu begrüßt und in Empfang genommen. Mit einem kleinen Reisebus wurde dann eine Stadtrundfahrt in Istanbul unternommen. An verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie der Hagia Sophia und der Blauen Moschee wurden Fotostops gemacht. Anschließend ging es mit einer Autofähre über den Bosporus entlang der Skyline von Istanbul. Nach 3-stündiger Fahrt erreichten wir schließlich die Stadt Bolu. Nach dem Einchecken im Hotel klang der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel aus.

2. Tag:

Der Vormittag des 2. Tages stand im Zeichen der Kultur. Zu Fuß wurden die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt. Herr Atalay, unser Übersetzer, zeigte uns die altehrwürdige Moschee der Stadt, die Reste des alten Amphitheaters und weitere kulturhistorische Gebäude. Man konnte noch an einigen Gebäuden die Schäden des großen Erdbebens von 1999 erkennen, bei dem im Kreis Bolu mehr als 40.000 Menschen zu Tode kamen.

Am Nachmittag wurde der erste Kontakt mit der Feuerwehr Bolu geknüpft.
Die diensthabende Wachmannschaft, die uns herzlich begrüßte, zeigte uns die Feuerwache und den Fahrzeugpark. In einer 2 ½-stündigen Diskussion wurden Erfahrungen ausgetauscht und die Organisationsformen der beiden Feuerwehren vorgestellt und verglichen.

3. Tag:

Dieser Tag begann sehr früh, da wir um 9.00 Uhr beim Wachwechsel der Feuerwehr Bolu anwesend sein wollten. Wie wohl bei jeder deutschen Feuerwehr werden die Einsatzfahrzeuge vor die Tore der Fahrzeughalle gefahren, und sämtliche Einsatzfahrzeuge, technischen Geräte und Arbeitsmaterialien werden auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit überprüft. Am Vormittag erlebten wir den normalen Wachbetrieb, der sich vom deutschen Feuerwehralltag unterscheidet: Die Feuerwehrleute in Bolu versehen keinen Arbeitsdienst, sondern sind fast ausschließlich damit beschäftigt, auf Einsätze zu warten. Daher gab es noch einmal sehr viel Zeit, vom deutschen Feuerwehralltag zu berichten, wo sämtliche handwerklichen Arbeiten von Feuerwehrleuten erledigt werden, solange keine Einsätze anstehen. Wir berichteten von unseren Atemschutz-, Feuerlöscher-, Funk-, Kfz-, Schreiner- und Elektrowerkstätten.

4. Tag:

Auch heute nahmen wir am normalen Wachgeschehen der Feuerwehr Bolu teil. Nach der Fahrzeugübernahme wurden verschiedene Einsatzübungen von der Feuerwehr Neuss und der Feuerwehr Bolu durchgeführt. Der Schwerpunkt des Vormittags waren Übungen zum Thema Brandbekämpfung. Dabei wurden einige einsatztaktische Unterschiede und unterschiedliche Verfahren beim Vorgehen im Brandeinsatz festgestellt. Die Unterschiede ergeben sich u.a. aus dem unterschiedlichen Einsatzmaterial der beiden Feuerwehren. Es war für uns zu erkennen, dass der technische und auch der Ausbildungsstand beider Feuerwehren noch sehr differieren. Die Kollegen der Feuerwehr Bolu zeigten sich sehr an der deutschen Technik und an unserem Ausbildungstand interessiert.

Der Nachmittag war dann ganz dem Thema Retten und Selbstretten gewidmet, bei dem die Feuerwehr Bolu den deutschen Feuerwehren ebenbürtig ist. Auch die technische Ausrüstung entspricht dem heutigen Stand der Technik.

Der Abend des 4. Tages klang damit aus, dass man zu einem entlegenen Gasthof in den Bergen von Bolu fuhr und hier landestypische Fischspezialitäten serviert bekam.

5. Tag:

DieserTag wurde genutzt, um verschiedene Einsatzübungen durchzuspielen. Es wurden Verkehrsunfälle dargestellt und mit den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Rüstwagens geübt. Anschließend wurden verschiedene Brandszenarien nachgestellt und Übungen zum Thema Brandbekämpfung durchgeführt. Zu diesem Zweck setzte man auf der Feuerwache ein selbstgebautes Gartenhäuschen in Brand, das man mit alten Autoreifen und Kunststoffmüll füllte. Die anschließende Rauchentwicklung über der Innenstadt hatte dann zur Folge, dass etliche Notrufe bei der Feuerwehr Bolu aufliefen, die auf einen größeren Brand im Innenstadtbereich hinwiesen.


Abends entspannte die Gruppe in einem sogenannten Hamam (Badehaus), und anschließend ging es zum Shopping in die Innenstadt von Bolu.

6. Tag:

Für den Freitag hatten sich die überörtliche und örtliche Presse sowie verschiedene Fernsehsender angesagt, die über eine geplante Großübung mit den beiden Feuerwehren berichten wollten. Der Vormittag wurde damit verbracht, die Übung im Einzelnen zu planen, die einzelnen Funktionsstellen zu besetzen und die Großübung noch einmal durchzuspielen.

Am Nachmittag wurde es dann ernst. Am anderen Ende der Stadt legte man in einem Bürogebäude, das seit dem Erdbeben 1999 leer stand, verschiedene Brände.
Unter Einsatzleitung von Peter Schöpkens ging es mit Sonder- und Wegerechten quer durch die Innenstadt von Bolu. Vor Ort stellte sich die Situation so dar, dass im Gebäude mehrere Brände ausgebrochen sind und sich zwei Personen in Lebensgefahr befinden. Die beiden Tanklöschfahrzeuge, über die die Brandbekämpfung durchgeführt wurde, waren von Kräften der Feuerwehr Neuss besetzt, das Hubrettungsfahrzeug von Kameraden der Feuerwehr Bolu.

Begleitet wurde die Übung von vielen Vertretern der schreibenden Medien sowie von verschiedenen Fernsehteams. Auch der Bürgermeister der Stadt Bolu, Herr Alaaddin Yilmaz, sowie einige Stadtverordneten sahen sich diese nicht alltägliche größere Übung an.

Die Einsatzlage wurde von den Kräften der beiden Feuerwehren schnell abgearbeitet, so dass 30 Minuten nach Übungsbeginn alle Personen gerettet und das Feuer gelöscht war und die Aufräumarbeiten beginnen konnten.

Nach der Übung ging es dann zurück zur Feuerwache, auf der dann noch eine große Pressekonferenz abgehalten wurde. Unser Chef Peter Schöpkens musste sich vielen Fragen der einzelnen Reporter und Fernsehteams stellen.

Am Abend dann wurde in allen einschlägigen Fernsehsendern zur besten Sendezeit über diese Großübung berichtet, eine werbewirksame Berichterstattung für die Stadt Neuss und ihre Feuerwehr.

Der Abend klang dann mit einem großen Fest aus, an dem die Mitglieder beider Wehren sowie Bürgermeister Alaaddin Yilmaz und Stadtverordnete aus Bolu teilnahmen.

7. Tag:

Dieser Tag stand nicht mehr im Zeichen der Arbeit der Feuerwehr. Mit unserem Übersetzer Herrn Vedat Atalay, der uns die ganzen Tage ein freundlicher, hilfsbereiter Begleiter war und für eine gute Verständigung sorgte, und Mitgliedern der Feuerwehr Bolu fuhren wir in die nahegelegenen Berge zu einem Bergsee, wo wir bei herrlichem Panorama zu einem ausgedehnten Frühstück eingeladen waren. Anschließend zeigte man uns noch eines der wenigen in der Türkei existierenden Ski- und Naherholungsgebiete.

8.Tag:

An diesem Tag ging nicht nur die Reise für die Feuerwehrleute aus Neuss zu Ende, sondern es endeten auch die Feiertage des sogannten Opferfestes in der Türkei.
Da man befürchtete, dass wir evtl. das Flugzeug nicht erreichen würden, da für Istanbul ein Megastau durch Rückreiseverkehr erwartet wurde, einigten wir uns darauf, die Rückfahrt schon morgens gegen 4.00 Uhr anzutreten. So erreichten wir pünktlich den Flughafen, bevor die 8–spurigen Autobahnen in Richtung Istanbul verstopft waren. Nach fast 15-stündiger Rückreise erreichte die Gruppe gegen 19.00 Uhr den Neusser Hauptbahnhof, wo sie schon von den Angehörigen sehnlichst erwartet wurde.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die Neusser Feuerwehrkameraden tief beeindruckt waren von der Herzlichkeit, mit der ihnen begegnet wurde, und von der Gastfreundschaft, die einfach unbeschreiblich war. Als bleibendes Andenken an den Besuch der Neusser überreichte Peter Schöpkens dem Bürgermeister von Bolu, Herrn Alaaddin Yilmaz, ein gerahmtes Bild vom Münster, die Feuerwehrleute überreichten ihren Kollegen eine Schautafel mit den Dienstgradabzeichen der Feuerwehr (in Gold die Abzeichen des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes, in Silber die des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes und in Rot die Abzeichen des mittleren Dienstes).

Fest steht schon jetzt: Man wird sich wiedersehen und die Kontakte vertiefen. Über alle Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg gibt es ein gemeinsames Ziel: Schutz und Hilfe leisten für die Bürgerschaft.

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