Grundausbildung bei der FF

Grundausbildung bei der Feuerwehr

 

Grundausbildung

Florian und Florentine werden automatisch zur Grundausbildung eingeladen. Die Termine finden sie allerdings auch schon vorher auf www.feuerwehr-neuss.de im Kalender. Die Ausbildung erfolgt freitags und samstags in der Regel auf der Feuerwache im Hammfeld und streckt sich über 2 Jahre.

Die Ausbildung ist in vier Module unterteilt, beinhaltet zusätzlich den Sprechfunker und den Atemschutzgeräteträger Lehrgang und läuft wie folgt ab:

 

Was lerne ich bei der Feuerwehr

 

Persönlichkeitsentwicklung durch vielfältige Erfahrungen

 

Technische Fähigkeiten werden gefördert

 

Sozialkompetenz durch Umgang mit Kameraden & Betroffenen

 

Selbstvertrauen durch erfolgreiche Lösung schwieriger Probleme

 

Training von Teamarbeit

 

Spezialisierung nach der Grundausbildung

 

Modul 1

Das Modul 1 beginnt meist im Januar und beinhaltet 40 Ausbildungsstunden. Die neuen Kameraden aller Löschzüge können sich hier kennen lernen. Der Modul 1 Lehrgang befähigt die Teilnehmer „draußen“ mit zu machen, also aktiv bei der Feuerwehr dabei zu sein. Es geht darum Lüfter in Stellung bringen und in Betrieb zu nehmen, Schläuche zu verlegen, ein Standrohr aufsetzen, Beleuchtung herstellen oder zum Beispiel eine Verkehrsabsicherung aufzubauen.

Modul 2

Im Herbst geht es in 40 Ausbildungsstunden thematisch um Leitern, Es wird vermittelt, wie tragbare Leitern in kürzester Zeit schnell und sicher aufgebaut werden. Außerdem werden hier die ersten „Löschangriffe“ abgearbeitet. Im theoretischen Unterricht geht es um Brennen und Löschen und mögliche Gefahren an Einsatzstellen.

Sprechfunker

Nach dem Sprechfunkerlehrgang, der gemeinsam mit Kameraden von den Rettungsdiensten und dem THW stattfindet, können die Teilnehmer den digitalen und analogen Funk der BOS (Behörden mit Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben) richtig verwenden, Karten lesen, Positionen durchgeben und verstehen die zu Grunde liegende Technik. Der Lehrgang dauert 24 Stunden.

Beförderung zum Feuerwehrmann (SB)

Nachdem die beiden den ersten Teil Ihrer Grundausbildung abgeschlossen haben wird Florian zum Feuerwehrmann und Florentine zur Feuerwehrfrau befördert.

Modul 3

Das Frühjahr ist dann für die Module 3 und / oder 4 vorgesehen. In 40 Stunden geht es vor allem um die Brandbekämpfung. Die Feuerwehrdienstvorschrift 3 (FwDV3) regelt genau, was jeder machen muss, damit die Teamarbeit funktioniert. Hier beginnt nun auch die Ausbildung in technischer Hilfeleistung. Dieses Modul zeichnet sich dadurch aus, dass hier eine hohe Anzahl an Einsatzübungen durchgeführt wird. Die Theorie befasst sich mit der Löschwasserentnahme und auch mit Mechanik. Letztere ist für die technische Hilfeleistung in der Praxis sehr relevant.

Atemschutzgeräteträgerlehrgang

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang dauert 36 Stunden und beinhaltet einen Tag Realbrandausbildung. Es werden Atemgifte und Schutzmöglichkeiten behandelt und in vielen praktischen Übungen wird die Arbeit unter Atemschutz und bei schlechter Sicht beigebracht und trainiert. Nach dem Lehrgang geht es in der Realbrandausbildung auf ein richtiges Feuer los und das gelernte wird praktisch erprobt und gefestigt.

Modul 4

Das vierte Modul beendet die Grundausbildung. Hier wird dann optimiert, was die Teilnehmer in den vorherigen drei Modulen gelernt haben. Die Ausbilder setzen dann aufgrund der Vorkenntnisse aus den anderen Modulen bereits viel voraus. Schließlich soll die Feuerwehrkraft danach in der Lage sein, die ihm aufgetragenen Aufträge selbstständig abzuarbeiten.

Abschluss der Grundausbildung und Beförderung zum Oberfeuerwehrmann (SB)

Nach dem vierten Modul erfolgt eine weitere Beförderung, die zum Oberfeuerwehrmann bzw. –frau.

Natürlich ist mit der Grundausbildung das Lernen in der Feuerwehr noch lange nicht vorbei. Es gibt viele weitere interessante Lehrgänge, wie z.B. Absturzsicherung, Gefährliche Stoffe und Güter Teil A (Atomar), Teil BC (Biologisch / Chemisch), Maschinist für Löschfahrzeuge (nach Führerschein Klasse C), oder den Truppführer Lehrgang, der die Beförderung zum Unterbrandmeister erlaubt. Des weiteren gibt es noch Seminare zu verschiedenen Themen und eventuell Spezialisierungen innerhalb des Löschzugs bis hin zur Ausbildung für Führungskräfte am Institut der Feuerwehr in Münster. Bis dahin ist es ein langer Weg aber klar ist: Langweilig wird es bei uns nie.