Um kurz vor halb Zehn war im Stadtteil Hoisten die Welt noch in Ordnung. Dies änderte sich schlagartig, als um 9:45 Uhr der Löschzug 16 (Hoisten) zu einer Baustelle alarmiert wurde. Dort sollte es brennen. Was genau dort passiert ist, war zu diesem Zeitpunkt unklar.

Mehrmals im Jahr finden von der Feuerwehr Neuss organisierte Großübungen statt, in denen nicht alltägliche Einsatzsituationen sehr realistisch simuliert werden, damit die Einsatzkräfte der verschiedenen Löschzüge der Feuerwehr Neuss und der Rettungsdienste im Ernstfall auf alles vorbereitet sind. Am Dienstag, den 29.07.2014 fand wieder eine solche Großübung statt, gemeinsam organisiert von Kameraden des Löschzuges Rosellen und der Johanniter Unfallhilfe e. V. aus Neuss.
Eine Großübung ist mit einem enormen Aufwand, vor allem durch sorgfältige Vorbereitung, verbunden. Schon Monate vorher muss Rücksprache mit verschiedensten Ämtern gehalten werden, unter anderem natürlich mit der Polizei, in diesem Fall aber auch mit der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn, da diese Übung nahe der S-Bahn Strecke Köln Düsseldorf stattfand. Insgesamt mussten so zwölf Ämter informiert werden.
Am Tag der Übung mussten viele weitere vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. Zunächst wurden die demolierten Autos in Position gebracht und die Schauspieler, die die Unfallopfer simulierten, geschminkt und in ihre Rolle eingewiesen. Unfallopfer werden meist von Kräften der beteiligten Löschzüge, der Jugendfeuerwehren, ehemaligen Feuerwehrleuten, aber auch manchmal von Familie und Angehörigen der Feuerwehrkräften gespielt. Diese erhalten vor der Übung eine Karte mit Anweisungen über ihren vitalen Zustand, den sie während der Übung darstellen sollen, zum Beispiel ein gebrochenes Bein, oder Bewusstlosigkeit.

Gleichzeitig rückten die beteiligten Einsatzfahrzeuge zu den bereitgestellten Räumen, meist in der Nähe liegende Parkplätze, ein. Die Kräfte, die aktiv an einer Großübung mitwirken, werden vorher nicht instruiert, so dass sie ohne Nähere Erkenntnisse am Einsatzort eintreffen. Insgesamt waren 90 Personen an dieser Großübung beteiligt.

Die Kräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste standen folgendem Szenario gegenüber:

Durch ein illegales Autorennen ist es auf der Bustrasse zwischen Allerheiligen und Elvekum zu einem Verkehrsunfall, hinter der Bahnunterführung gekommen. Beteiligt waren zwei PKW und mehrere Passanten, die an der dortigen Bushaltestelle auf den Bus warteten. In und unter den Fahrzeugen waren mehrere Personen eingeklemmt.
Zuerst trafen ein Rettungswagen und ein Notarzt an der Unfallstelle ein, um die Sachlage zu erkunden, erste Verletzte zu versorgen und Rückmeldung an die Leitstelle zu geben. Die Leitstelle, im Fall einer Übung ist es eine Übungsleitung, alarmierte daraufhin die weiteren Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter, sowie die Einsatzfahrzeuge der Löschzüge Rosellen, Hoisten und Holzheim. Nun musste die Einsatzstelle, durch Bilden von Abschnitten, gemäß der vorgefundenen Lage zunächst strukturiert werden. Danach mussten die verletzen Personen aus den stark demolierten Unfallfahrzeugen befreit und versorgt werden. Außerdem musste eine Einsatzleitung vor Ort aufgebaut werden und ein Landeplatz für einen theoretisch angeforderten Rettungshubschrauber vorbereitet werden. Ziel und Zweck einer Großübung ist natürlich die bereits oben erwähnte Erprobung des Ernstfalles. Allerdings wird so auch die Kommunikation zwischen den beteiligten Einheiten stetig verbessert. Nach zwei Stunden hatten die Einsatzkräfte die Übung erfolgreich abgeschlossen.

„Sie rücken aus: Firma Hydro Aluminium – Explosion mehrere Verletzte“, so klang die Meldung auf dem Übungsfunkkanal, die etwa 50 Feuerwehrleute in Gang setzte.
Die Löschzüge Grimlinghausen, Uedesheim, Norf, die Sondereinsatzgruppe Logistik und die Werkfeuerwehr Alu Norf waren an der Übung beteiligt.

In der Übungslage wurden mehrere verletzte nach einer Explosion angenommen. Es waren letzten Endes 5 Übungsdarsteller und eine Übungspuppe, die durch die Atemschutztrupps der Feuerwehr gerettet werden mussten. Dabei war Arbeitsteilung gefragt. Über die Drehleiter des Löschzuges Norf gelangten mehrere Trupps auf ein Flachdach. Von dort „retteten“ sie dann die Personen, wobei auch der Teleskopmast der Werkfeuerwehr eingesetzt wurde.
Insgesamt wurde auf Seiten der Feuerwehr und auf Seiten der Betriebsleitung positive Bilanz gezogen. Von der Kommunikation bis zur Rettungsaktion selbst haben alle Teilnehmer gute Arbeit geleistet.


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